Am 04.11.1937 wurde der 37jährige frühere Bremer Reichtagsabgeordnete Robert Stamm hingerichtet. Als Sohn sozialdemokratischer Eltern beteiligte er sich mit 14 Jahren an der antimilitaristischen Arbeit im Bergischen Land und in Wuppertal. Als Werkzeugschlosser engagierte er sich in der Spartakus-Gruppe. Nachdem er als Betriebsrat auf die schwarze Liste geraten war, wurde er Redakteur und von 1931 – April 1933 politischer Leiter des Bezirks Nord-West der KPD.
Am 27.03.1935 wurde er zusammen mit Adolf Rembte und Max Maddalena von der Gestapo verhaftet, einer qualvollen Haft unterworfen, zum Tode verurteilt und am 04. Juni 1937 zusammen mit Adolf Rembte im Zuchthaus Plötzensee geköpft. Der Blutrichter fragte Stamm in einem Zwischenruf, wie denn die Kommunisten zur nationalen Frage ständen. Stamm antwortete:
“Wir Arbeiter sind die besten Nationalisten, wir kämpfen gegen Hitler, weil wir unser Vaterland lieben. Wir wollen unser Vaterland vor der Katastrophe retten, in die es Hitler führen wird.”
Die Bremer KPD nannte ihr Parteihaus in Gröpelingen, das von den Nazis enteignet und nach dem Zusammenbruch des Hitler-Reichs im Wege der Wiedergutmachung faschistischen Unrechts zurückerstattet worden war, nach dem ermordeten Widerstandskämpfer Robert Stamm-Haus.
Am 17. August 1956 wurde das Robert Stamm-Haus durch das auf Antrag der Regierung Adenauer ergangene KPD-Verbotsurteil des Bundesverfassungsgerichts zum zweiten Mal enteignet.








