“68” Täterkinder und Rebellen – Familienroman einer Revolte

Lesung durch die Autorin Karin Wetterau am 5. September 2017 19 Uhr  in der Stadtbibliothek Bremen (Wallsaal).

“68”, immer schon Gegenstand der Kritik von “rechts” ist in den letzten Jahren zur Zielscheibe “linker” Kritik geworden. Die 68-Innen, so wird von einigen Historikern behauptet seien allen Legenden zum Trotz in Wahrheit ihren Nazi-Eltern schrecklich ähnlich gewesen: in ihrem Denken, in ihrem Handeln und in ihrer verhängnisvollen Neigung zu politisch motivierter Gewalt.

Der Familienroman erzählt die Geschichte einer rebellischen Generation, die zwischen Geschichtslast und Geschichtslosigkeit nach neuen Wegen sucht und in der Revolte die historische Hypothek der NS-Vergangenheit abzutragen versucht. In der Darstellung werden biographische Skizzen, historisches Ereignis und politische Reflexion verknüpft. Die Autorin führte Gespräche mit beteiligten Initiatorinnen und Akteurinnen der 68er-Bewegung.
Man nimmt Teil an einer geistigen Reise in die Vergangenheit und wieder zurück. Ein gedankenreiches Buch, vielschichtig und spannend dazu.

Diskussion mit Susanne Schunter-Kleemann, Eike Hemmer, Karl Heinz Roth.

Moderation  Henning Bleyl (Heinrich -Böll-Stiftung)

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