Arbeitergesangverein (AGV) Bremen von 1904

Dieses Bild zeigt das Programm eines Liederabends von 1907
Dieses Bild zeigt das Dokument vom Staatsarchiv Bremen über Hermann Böse
30. Januar 1933
Hermann Böse Straße, Bremen
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1Neben Konzerten veranstaltete der AGV Darbietungen künstlerischen Tanzes, Kammermusik und Liederabende mit in- und ausländischen Künstlern sowie Konzerte mit dem Städtischen Orchester. In Vorträgen machte Hermann Böse den Chor mit der Musikentwicklung vom 15. bis 20. Jahrhundert vertraut. Außerdem sprachen unter anderem als Gäste: Dr. Alfred Gutmann über „das Volkslied“, Hermann Duncker über „die Ballade“, Erich Mühsam über „Kunst und Proletariat“, Edwin Hoernle über „Liebknecht und Luxemburg“. Der AGV war so musikalische Volkshochschule und Arbeiterbildungsverein.

Als am 30. Januar 1933 Hindenburg Hitler zum Reichskanzler einsetzte, wurde diese Arbeit unterbrochen. Der AGV ließ sich nicht gleichschalten; er löste sich selbst auf. Ein Teil der Mitglieder kam für ihren antifaschistischen Widerstand in die KZ’s und Zuchthäuser. Im Zweiten Weltkrieg arbeiteten Mitglieder des AGV in der Bästlein—Jacob-Abshagen—Gruppe. Im November 1942 verhaftete die Gestapo Teile der Gruppe, darunter auch Hermann Böse.

Fußnoten

  1. Aus dem Bericht von W. Hundertmark, 1974; der vollständige Bericht von Willi Hundertmark: Der AGV Bremen

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