Bremische Häftlinge bei der letzten 1.Mai Kundgebung

1. Mai 1933
Steffensweg 50, Bremen
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Am 01.05.1933 veranstalten die Nazis in Bremen anlässlich des “Tages der Arbeit” provokativ eine große Kundgebung im Arbeiterviertel Walle, sowie in der Innenstadt. Die Hansastraße und der Steffensweg sind mit Hakenkreuzfahnen geschmückt, genauso die Bremer Innenstadt. Die Nazis zwingen die Häftlinge des KZ Mißler, darunter u.a. Alfred Faust und Heinrich Buchholz, zur Teilnahme an ihrer Kundgebung. Dort müssen sie feststellen, dass ADGB Gewerkschaftsfunktionäre an dieser Nazi-Veranstaltung beteiligen. Anschließend sollen sie ihren Mithäftlinge im KZ berichten, was sie  gesehen haben. Der Nazi-Innensenator Laue hält anschließend im KZ einen Vortrag, mit dem er einen Beitrag zur Umerziehung der Häftlinge leisten will. Im Weserstation lauschen derweilen die Mitglieder und Anhänger Hitlers, dessen Rede, die über Funk ausgestrahlt wird, zu. Auch der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) hat an diesem Tag noch reichsweit zu einer Kundgebung aufgerufen, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits in ganz Deutschland Gewerkschaftler und Mitglieder der Arbeiterparteien von den Nazis inhaftiert worden sind. Einen Tag später werden die ADGB-Gewerkschaften in die Arbeitsfront der Nazis eingegliedert, ihr Vermögen, darunter das Volkshaus, beschlagnahmt.

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