Ewald Hanstein

Das Bild zeigt Ewald Hanstein
1. Januar 1944
Herdentorsteinweg (Bremer Sinti Verein) 42, Bremen
Schlagwörter , , ,

Ewald Hanstein, geboren am 8.4.1924, kam erst 1954 nach vielen Umwegen in die Hansestadt Bremen. Hanstein ist Sinto, in den Sommermonaten zogen seine Eltern mit Pferd und Wagen durch die Welt, aber meist lebte er in einem festen Haus. Sein Vater war als Kommunist in der KPD organisiert und spielte Trommel in deren Spielmannszug in Schlesien.

Während der Nazi-Herrschaft wurde Ewalt Hanstein, wie viele andere Sinti, rassisch verfolgt. Sein Leidensweg ging durch die KZ’s Auschwitz, Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Nach dem Krieg wurde er Volkspolizist in der DDR. Nach dem 17. Juni 1953 entschloss er sich zur Flucht in die Bundesrepublik und zog 1954 mit seiner Frau und beiden Kinder nach Bremen.

Viele Jahrzehnte lang setzte sich Ewald Hanstein engagiert für die Rechte der Sinti und Roma in seiner neuen Heimatstadt ein. In Schulen erzählte er den Schülern/innen seine Lebensgeschichte, über die Verfolgung durch die Nazis genauso, wie über die Diskriminierung in der Nachkriegszeit oder die schleppenden Prozessen zur Wiedergutmachung.

Ewald Hanstein war lange Zeit erster Vorsitzende des Bremer Sinti Vereins. Er verstarb am 04.09.2009 in Bremen.

Kommentieren Sie den Beitrag

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *