Nazis übernehmen die Polizeizentrale

Das Bild zeigt das Polizeihaus am Wall
Das Bild zeigt die Seufzerbrücke
6. März 1933
Hurrelberg (Am Wall), Bremen
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Innerhalb der Polizei gab es bereits seit der Niederschlagung der Bremer Räterepublik in 1919 die Politischen Polizei („Zentralpolizeistelle“), die am 16.06.1933  in „Geheime Staatspolizei“ (Gestapo) umbenannt wurde. Sie war durchsetzt mit Freicorpsmitgliedern, die gegen diese Räterepublik eingesetzt worden waren. Am 6. März 1933 hatten die Nazis vollends den Apparat dieser Zentralpolizeistelle übernommen; insbesondere die Karteidaten und Spitzelverbindungen standen nunmehr den Nazis für die Ausübung ihres Terrorsystems zur Verfügung.

Bis Juli 1939 wurde die Gestapo geleitet von Erwin Schulz. Seine Nachfolger waren Blomberg (August 1939 – Nov. 1940), Zimmermann (Nov. 1940 – März 1943), Dörnte (März 1943 – Januar 1945) und Schweder (Jan. – Mai 1945), die alle vom Reichssicherheitshauptamt (RSHA) in Berlin benannt worden waren.

Von 1934 bis 1945  hatte die Gestapo ihren Sitz im Gebäude am Wall 199 und war damit formell getrennt von der Polizei und deren Gebäude. Allerdings gelang man auf der Hofseite des Polizeihauses vom Hurrelberg zu einem Treppenaufgang, der zum Nachbargebäude führt. Der über der Treppe verlaufende Übergang wurde in der NS-Zeit „Seufzerbrücke genannt. Wenn Häftlinge über die Brücke zur Politischen Polizei gebracht wurden, wußten sie, dass ihnen schwere Stunden im Verhör bevor standen, denn hier war vor allem das Zimmer 450 berüchtigt.

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