Film über Olympische Spiele 1936

Das Bild zeigt Horst Ratjen
1. August 1938
Weserstadion, Bremen
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Der Regisseur Kaspar Heidelbach hat den Film „Berlin 36“ gedreht, darin wird die wahre Geschichte der jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann erzählt, deren Teilnahme durch die Nazis verhindert wurde.

Gretel Bergmann war nach England emigriert, weil die Nazis sie aus ihrem Sportverein ausgeschlossen hatten. In London gewann sie 1934 die britischen Meisterschaften im Hochsprung. Als die Amerikaner mit dem Boykott der Olympischen Spiele in Berlin drohten, falls dem deutschen Kader keine Juden angehören, holten die Nazis Gretel Bergmann zurück.

Weil Bergmann nicht zu schlagen war, nominierten sie einen Jungen, der als Mädchen verkleidet in das Trainingslager eingeschleust wurde: Der gebürtige Bremer Horst Ratjen trat als Dora bei der Olympiade in Berlin an. Um Gretel Bergmann endgültig von den Spielen  (1. bis 16. August 1936) auszuschließen hieß es offiziell, sie habe sich im Trainingslager verletzt und könne deshalb nicht teilnehmen.

Dieser unglaubliche Fall bringt die ganze Dummheit und Bosheit der NS Rassenpolitik auf den Punkt.

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