Frauen von Obernheide

Dieses Bild zeigt das Mahnmal für die Frauen von der Obernheide
Dieses Bild zeigt jüdische Zwangsarbeiterinnen bei Trümmerbeseitigung in der Obernstraße, Bremen
10. Dezember 1944
Obernstraße, Bremen
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In den Jahren 1944 und 1945 wurden jüdische Frauen aus Ungarn, die im Lager Obernheide in Stuhr gefangen gehalten wurden, gezwungen im Bremer Stadtzentrum Trümmer zu beseitigen. In Folge der Bombardierungen durch die alliierten Fliegerangriffe lag die Innenstadt in Trümmern. Täglich mussten die bereits entkräfteten Frauen zu Fuß nach Bremen laufen, was vor allem in den kalten Wintermonaten einer mörderischen Tortur gleichkam, die viele nicht überlebt haben.
Nach dem Krieg gingen viele der Überlebenden nach Israel, aber auch zurück nach Ungarn. Auf Initiative von Hartmut Müller1, ehem. Leiter des Bremer Staatsarchivs, entstand in der Nähe des Silbersees in Stuhr ein Denkmal für die ungarischen Frauen von Obernheide. Einige von ihnen besuchten Bremen und stellten sich bei der “Nacht der Jugend” den Fragen bremischer Jugendlichen.

Fußnoten

  1. Vergl. dazu: Hartmut Müller; Die Frauen von Obernheide Bremen 1988

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