Bremer Friedensnobelpreisträger warnte vor den Nazis vor deren Machtsantritt

Das Bild zeigt den Friedensnobelpreisträger Ludwig Quidde
Das Bild zeigt das alte Gymnasium in der Dechanastraße
25. Juni 1938
Dechanastraße (Altes Gymnasium), Bremen
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Geboren wurde Ludwig Quidde 1858 in Bremen, Schulbesuch am “Alten Gymnasium“, Historiker, Publizist, Pazifist und linksliberaler Politiker. Er erhielt 1927 den Friedensnobelpreis und emigrierte nach Hitlers Machtübernahme in die Schweiz, wo er hin und wieder für die “Neue Zürcher Zeitung” arbeitete.

Die asylrechtliche und politische Situation für Emigranten in der Schweiz in diesen Jahren ließ es lediglich zu, dass Quidde dort gelegentlich einen Artikel in der NZZ untergebracht haben kann, das war jedoch eine große Ausnahme, die nichts an seiner bedrückenden Notlage zu ändern vermochte.

Nachdem Quidde 1938 aus der Münchener Historischen Kommission ausgeschlossen worden war, wurde er 1940 von den nationalsozialistischen Machthabern in Deutschland offiziell „ausgebürgert“.Der Anlass dafür war ein Brief , in dem er über den „Anschluss“ Österreichs folgendes geschrieben hatte:

„Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob anständige Leute mit den Mitteln schärfster Propaganda ein Land in eine Gemeinschaft der Freiheit und des Rechts überführen wollen oder ob eine Bande von Verbrechern, Mördern, Räubern, Brandstiftern und (was vielleicht schlimmer als alles ist) bestialischen Folterknechten, dazu Lügnern und Heuchlern mit schamlosem Rechtsbruch dieses Land einem Zustand brutalster Unterdrückung jeder Freiheit einzugliedern unternehmen.“

DiesesVideo wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Landesfilmarchiv, Bremen.

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Biografisches zu Ludwig Quidde

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