Friedrich Linnemann organisierte Deportation in Griechenland

Das Bild zeigt die Deportation von Juden in Joannina
25. März 1944
Polizeihaus am Wall, Bremen
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Der Beamte Friedrich Linnemann, geboren 1903, arbeitete bei der Kripo in Bremen, ehe er 1937 zur Gestapo wechselte. Im “Judenreferat”, das im Polizeihaus am Wall (heute: Zentralbibliothek) untergebracht war, bereitete er die brutale Deportation der Bremer Juden 1942 nach Minsk mit vor.

Als diese Aufgabe erledigt war und Bremen als “judenfrei” galt, ging Linnemann nach Athen, um in Griechenland die Deportationen der Juden in Joannina im Nordwesten Griechenlands mit zu organisieren. Sie wurden am 25. März 1944 zum Abtransport zusammengetrieben, die qualvolle Reise dieser 1715 Juden endete in Auschwitz, wo fast alle in den Gaskammern umgebracht wurden.

Nach dem Krieg wurde wegen Mordes gegen ihn ermittelt. Doch letztlich blieb er unbehelligt – aufgrund eines Justizskandals, den Professor Christoph Schminck-Gustavus detailliert recherchiert und dokumentiert hat.

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