Gefängnis am Ostertor

Das Bild zeigt das Gefängnis am Ostertor
28. Februar 1933
Ostertor
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In der Nacht vom 27. zum 28. Februar 1933 brannte der Reichstag in Berlin. Noch in dieser Nacht wurden im Reichsmaßstab mehr als 10.000 Antifaschist/innen verhaftet.

Die in Bremen inhaftierten Kommunist/innen, Sozialdemokrat/innen und andere politisch Verfolgten kamen in das Gefängnis am Ostertor, das jetzige Wilhelm Wagenfeld Museum. Dort waren  Schläge und Misshandlungen von den Nazis auf der Tagesordnung. Im Gefolge der Verhaftungswelle, die nach der „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat“ (28. Februar 1933) durchgeführt wurde, reichte das Ostertor-Gefängnis nicht mehr aus. Das Gefängnis war für 180 Personen ausgelegt, allerdings waren dort in “Spitzenzeiten” sogar über 220 inhaftiert. Insofern wurde daraufhin auch in Bremen ein Konzentrationslager eingerichtet . Die Inhaftierten des Ostertorgefängnisses überbrachte man nach Findorff ins KZ Mißler, die ehem. Auswandererhallen. Trotzdem waren später, so insbesondere in den Jahren 1936 und 1938, am Ostertor nachwievor immer wieder antifaschistische Widerstandskämpfer/innen eingekerkert.

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Fußnoten

  1. Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE

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