Gründung einer illegalen Frauenorganisation

15. Juni 1933
Strandweg 1, Bremen

Juni 1933 trafen sich in Bremen erstmals einige eher sozialdemokatisch orientierten Frauen am Luft- und Lichtbad auf der Stadtwerder, die sich vor allem zum Ziel setzten, die Familien von inhaftierten Genossinnen und Genossen zu unterstützen. Gleichzeitig diskutierten sie bei den illegal, häufig als Ausflüge per Rad, Boot oder zu Fuß getarnten Treffen, gemeinsam die aktuelle Lage im Reich. Eine der treibenden Kräfte war die frühere Bürgerschaftsabgeordnete und Frauenleiterin der SPD, Anna Stiegler. Zum engeren Vorstand gehörte neben Stiegler auch Luise Carstens und Hermine Berthold. Später wird Anna Stiegler verhaftet und zu einer langjährigen Haftstraße verurteilt. 1945 kehrt sie aus dem Frauen KZ Ravensbrück bei Berlin zurück. Ihr Mann Karl Stiegler, der häufig Kurierdienste für die illegale SPD übernommen hat, überlebt das KZ nicht.

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