H. J. Dehning: Schüler, Soldat, Gefangener, Lehrer

15. Oktober 1944
Vorstraße 21, Bremen
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Am 11.02.1924 wurde Hans Jürgen Dehning in Rendsburg geboren. Zusammen mit drei Geschwistern wuchs er zunächst in seinem Geburtsort auf, bevor die Familie 1930 nach Bremen zog. Nach der Grundschule in Bremen-Horn besuchte er das Gymnasium am Barkhof. Wenige Tage nach dem Abitur meldetet er sich als Soldat, so wie es auch seine Brüder getan hatten. Von der Wehrmacht wurde er als Funker hinter den eigenen Linien bei der Operation Barbarossa eingesetzt. Nach Fronteinsatz und einer spektakulären Flucht geriet Hans Jürgen im Oktober 1944 in jugoslawische Gefangenschaft. Nach besonders zu Beginn schrecklichen viereinhalb Jahren wurde er aus der Haft entlassen. Er kehrte nach Bremen zurück, schlug die Laufbahn eines Lehrers ein und gründete eine Familie, mit der er in Horn lebt. In Bremen war er jahrelang am Gymnasium an der Kurt-Schumacher-Allee als Lehrer tätig und wurde später Studiendirektor. Nach seiner Pensionierung arbeitete er ehrenamtlich weiter am Ökumenischen Gymnasium. In zahlreichen Schulen berichtete Herr Dehning als Zeitzeuge, wie Schüler damals im Spannungsfeld zwischen Elternhaus, Schule und Hitlerjugend lebten.

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