Hans Biebow, Leiter der deutschen Verwaltung des Ghettos Litzmannstadt/Lódz’

16. Oktober 1937
Luisental 26, Bremen
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Hans Biebow wurde am 18.12.1902 in Bremen geboren. Später wohnte er im Luisenthal 26 in Bremen-Horn. Als Besitzer einer eigenen Importgesellschaft war er in der Kaffeebranche tätig.
Am 16.10.1937 trat Hans Biebow in die NSDAP ein. Dank seiner Beziehungen zu Reinhard Heydrich, dem Chef des Sicherheitsdienstes, wurde er von ihm zum 01.05.1940 zum Leiter der „Ernährungs- und Wirtschaftsstelle Ghetto“ ernannt und war damit oberster Vorgesetzter des Stabs der deutschen Ghetto-Verwaltung in Lodz. Unter seiner Leitung wurde die gesamte Getto-Bevölkerung zu Zwangsarbeit für die Wehrmacht verpflichtet. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Ausrüstungsgegenstände für Soldaten.
Im August 1944 wurde das Getto endgültig aufgelöst. Über 60.000 Menschen wurden nach Auschwitz deportiert. Das Getto in Lódź war das am längsten existierende Getto in Polen, da die wirtschaftliche Ausbeutung durch die deutschen Besatzungsbehörden dort außerordentlich effektiv war.
Nach dem Krieg tauchte Hans Biebow unter, wurde aber von einem Ghetto-Insassen entdeckt und nach Polen ausgeliefert. Biebow wurde in Lódz’ vor Gericht gestellt und am 24. April 1947 in Lódz’ exekutiert.

Im British Pathe Archiv befindet sich unter dem folgenden Link ein Filmausschnitt über die Verhandlung gegen Bibow.

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