Hans Meier im Widerstand

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Hans Meier entstammte einer Bremer Arbeiterfamilie. Sein Vater war  Maurer, seine Mutter Fabrikarbeiterin. Der Vater starb 1918 in einem Kriegslazarett, seine Mutter heiratete 1920 den Kommunisten und Binnenschiffer August Wittlake. Durch ihn bekam er Zugang zur Weltliteratur. Nach der Volksschule lernte er Maler und war u.a. bei der Atlaswerft in Bremen beschäftigt. 1931 trat er in die KPD ein. Er beteiligte sich ab Mai 1933 am Untergrundkampf gegen den Nationalsozialismus und wurde im November 1933 erstmalig verhaftet. Im Herbst 1936 flog seine Widerstandsgruppe auf und er wurde zusammen mit 8 anderen Kommunisten angeklagt. Von 1936 bis 1939 war er auf Grund seiner Widerstandarbeit gegen das nationalsozialistischen Regime einige Jahre im Gefängnis Ostertor. Dort stand ihm Bibliothek zur Verfügung, deren Buchbestand von den Nazis glücklicherweise nicht hinreichend zensiert war; er entdeckte seine Liebe zur Literatur. Im April 1939 wurde er aus der Haft entlassen, aber bis 1945 unter Polizeiaufsicht gestellt und wurde trotzdem zur Wehrmacht eingezogen. Noch vor dem Kriegsende nahm er seine politische Tätigkeit wieder auf und beteiligte sich an der Gründung der Kampfgemeinschaft gegen den Faschismus. Danach wurde er KPD-Ortsgruppenleiter in Habenhausen. Von 1956 bis 1960 arbeitete er auf  der AG-Weser, wurde dort Betriebsratsvorsitzender und IG Metall-Funktionär.

Nach der Befreiung (1945) wurde er Redakteur der von Willy Hundertmark geführten Tribüne der Demokratie (Tageszeitung der KPD in Bremen bis 1956) und von 1960 bis 1969 Redakteur der sozialistischen Wochenzeitung Neues Echo.

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