Hermann Matthäi wegen Verteilung illegaler Schriften zum Tode verurteilt

8. Juli 1935
Diemelweg 6, Bremen-Hulsbergviertel
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Hermann Matthäi wurde am 11.03.1907 in Wülmstorf geboren. Der Arbeiter kam am 12. November 1927 nach Bremen und lebte Juli 1928 bis Juni 1935 im Diemelweg 6. Seit 1932 gehörte er dem Kampfbund gegen Faschismus an. Wegen Verteilung illegaler Schriften und Lebensmittel an Familien in Haft genommener Genossen und illegaler Kassierung für den RGO und die KPD, wurde er Juni 1935 von der Gestapo verhaftet und ins Ostertorgefängnis gebracht. Am 08.07.1935 wurde er in seiner Zelle tot aufgefunden.
“Nach ca. 6 Wochen Haft konnten wir Angehörige unseren Bruder tot abholen”, erklärte seine Schwester Bertha später. Seine Kleidung wurde ihr nicht ausgehändigt. Er habe sich in seiner Zelle erhängt, hieß es. Bezweifelt wurde das von den Bürgen im  Wiedergutmachungsverfahren, die den Gestapomann Herrlein für den Tod Matthäis verantwortlich machten. Der Bestattungsunternehmer Schomaker konnte lediglich feststellen, dass Hermann Matthäi gewaltsam ums Leben kam.

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