KZ Mißler eingerichtet

Bild zeigt das Konzentrationslager Mißler
18. August 1933
Walsroderstr. 1, Bremen
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Das Lager Mißler war das erste, zuerst noch provisorische  Konzentrationslager in Bremen. Es wurde bereits am 31. März 1933 von der Polizeidirektion in den ehem. Auswanderungshallen auf dem Gelände der Firma Mißler an der Walsroder Straße in Findorff errichtet.

Die etwa 170 Häftlinge waren vorwiegend Sozialdemokraten und Kommunisten. Die Insassen, darunter z. B. Alfred Faust wurden durch die Lageraufsicht, eine von der SS gestellte Hilfspolizei, schwer misshandelt. Ihr Anführer war Otto Löblich, der Mörder von Johann Lücke. Nach einem Hungerstreik der Häftlinge, aber auch nachProtesten innerhalb der Polizei und des Senats übernahmen statt der SS SA-Mitglieder die Bewachung. An die schlimmen Zustände änderte sich jedoch dadurch nicht viel.

Am 18.8.1933 besichtigte der NSDAP-Reichstatthalter Bremen/Oldenburg Röver das KZ Mißler in Findorff. Im September 1933 wurden die Häftlinge auf ein Schiff ins Lager Ochtum Sand und zum Fort Lang Lütjen II in der Wesermündung verlegt. Diese geschah auf Veranlassung der bremischen Polizeidirektion, da das KZ Mißler mitten in einem Wohngebiet lag und den Anwohnern die Misshandlungen der Inhaftierten nicht verborgen blieben. Außerdem sollten die Häftlinge in der neuen Lagern Zwangsarbeit verrichten. Beide Lager existierten noch bis Sommer 1934, dann wurden die Häftlinge in andere Lager außerhalb von Bremen überführt.

Video freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Zentrum für Medien, Bremen:

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In einem Ausschnitt eines Video-Interviews mit dem USC Shoah Foundation Institute schildert der Zeitzeuge Willy Hundertmark seine Eindrücke aus dem KZ Mißler

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Mehr dazu unter “Relikte in Niedersachsen und Bremen” sowie “Die Entnazifizierung und die Gestapo

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