Bremer war Leiter der Ghettoverwaltung in Lódz’

Hans Biebow in Gefangenschaft
1. Mai 1940
Luisenthal 26, Bremen
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Hans Biebow, wurde 1902 in Bremen geboren; † 24. April 1947 in Lódz’ durch Exekution) war Leiter der deutschen Verwaltung des Ghettos Litzmannstadt in Lódz’.

Als Sohn eines im Bremer Versicherungsdirektors trat er 1937 in die NSDAP ein und wohnte im Luisenthal 26. Am 1. Mai 1940 wurde er von ihm zum Leiter der „Ernährungs- und Wirtschaftsstelle Ghetto“ ernannt und war damit oberster Vorgesetzter der 250 Mitarbeiter des Stabs der deutschen Ghetto-Verwaltung in Lodz. Anfang 1942 wurden unter seiner Verantwortung von dort die Sinti und Roma mit Todestransporten in das Vernichtungslager Chelmno (Kulmhof), etwa 55 km von Lódź deportiert und als erste Opfer vergast. Zwischen dem 16. Januar und 2. April 1942 wurden mindestens 44.000 Gettoinsassen in das Vernichtungslager verschleppt und im Frühjahr 1942 10.915 Juden ermordet.

Nach dem Krieg tauchte Biebow unter, wurde aber von einem Ghetto-Insassen entdeckt und nach Polen ausgeliefert. Er wurde in Lódz’ vor Gericht gestellt und am 24. April 1947 exekutiert.

Mehr dazu unter Chronik Horn sowie unter Wikipedia

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