Leo Neumann, jüdischer Unternehmer musste fliehen und wurde erpresst

Dieses Bild zeigt den damaligen Gebäudeteil, damaliger Besitzer war der jüdische Unternehmer Leo Neumann
Dieses Bild zeigt eine historische Aufnahme von der Obernstraße, Bremen
26. Februar 1940
Obernstraße 21 - 33, Bremen
Schlagwörter , , , , , ,

Das Oberfinanzpräsidium (OFP) machte Leo Neumann, dem damaligen Eigentümer des Gebäudes, in dem jetzt das Kaufhaus KARSTADT untergebracht ist, verzweifelt Angebote, um direkten Zugriff auf seine Immoblien zu erhalten. Erst als 1939 der Regierende Bürgermeister den Reichwirtschaftsminister um eine »zwangsweise Entjudung« des Grundstücks in der Oberstraße wegen Mangels an Büroraum bat, ging diese Rechnung auf. Leo Neumann, der zu dem Zeitpunkt bereits in der Schweiz lebte, zögerte und – bedroht mit der zwangsweisen Veräußerung des Grundstücks – willigte schließlich in den Verkauf an die Salamander AG mit billigender Inkaufnahme erheblicher Verluste ein. Das komplette Dokument zu Leo Neumann.

Quelle: Die >Arisierung< von jüdischem Haus- und Grundbesitz in Bremen, Hrsg: >Erinnern für die Zukunft e.V.<, III Fallbeispiele; von Hanno Balz

Ein Hinweis zu “Leo Neumann, jüdischer Unternehmer musste fliehen und wurde erpresst”

  1. Holger-Philipp Bergt sagt:

    Leo Neumann war nicht der damalige Eigentümer des Warenhauses Karstadt, er war der Eigentümer seiner Firma Heymann & Neumann, die sich im oben abgebildeten Gebäude in der Obernstraße 21-33 befand. Sein Unternehmen wurde 1934 arisiert (= Gustav Cords), das Haus am 6.10.1944 zum großen Teil zertsört. Karstadt hat sich erst 1972 mit der Übernahme des damaligen Defaka-Hauses (Horten) auf diese Grundstücke ausgedehnt.

Kommentieren Sie den Beitrag

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *