Machtprobe zwischen Senat und Nazis

Das Bild zeigt ein historisches Bild Aufmarsch auf dem Domshof
5. März 1933
Domshof, Bremen
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1Obwohl der Domshof zur Bannmeile gehörte und obwohl der Senat die Kundgebung verboten hatte, planten die Nazis für den Tag vor der  Reichstagswahl einen Aufmarsch auf den Domshof.

Der Kommandeur der Schutzpolizei, W. Caspari machte keine Anstalten, um die gesetzwidrige Machtdemonstration der Nazis zu unterbinden. Statt die Position des bestehenden Senats zu verteidigen und zu unterstützen, war er gewillt, den faschistischen Aufmarsch zu unterstützen.

Der Senat änderte seinen Beschluss; „ausnahmsweise“ wurde der Domshof freigegeben, und die Kundgebung fand wohlbehütet von der Bremer Schutzpolizei statt. Nicht das erste Mal hatte der Senat in einer machtpolitischen Frage kapituliert.

Auf der Kundgebung wurde A. Hitlers „Königsberger Rede“ übertragen, und der Kreisleiter Bernhard der NSDAP stellte die Machtposition des Senats in Frage: „Wir fordern den Rücktritt dieser Regierung! Wir fordern eine neue Bürgerschaft!“

Fußnoten

  1. Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE

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