Moses Freudenberg

Dieses Bild zeigt die Personen von der Einweihungsfeier des Moses Freudenberg Wegs
26. Mai 1945
Woltmershauser Straße 324 / 326, Bremen
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An der Woltmershauser Straße 324/326 betrieb der jüdische Kaufmann Moses Freudenberg eine Manufakturwarenhandlung. In der Nachbarschaft galt er als ein spendabler Mann, war sehr beliebt und angesehen. Den Kindern verteilte er gerne Süßigkeiten, wie Zeitzeugen berichten. Erwachsenen konnten in seinem Geschäft auch schon mal anschreiben lassen.

Die Nazis verschonten in der Reichspogrommnacht zwar sein Geschäft und plünderten es nicht, wie sonst in Bremen. Seine Schaufenster schlugen sie aber trotzdem ein.
Nachdem Moses Freudenberg hiernach kurz verhaftet war, flüchtete er Februar 1939 mit seiner Tochter nach Großbritannien. Seine Frau war bereits 1934 verstorben. In Großbritannien starb Moses Freudenberg am 26.05.1945.
Am 18.01.2011 wurde auf Initiative einiger Woltmershausener BürgerInnen eine Straße nach Moses Freudenberg benannt. Anlässlich der kleinen Einweihungsfeier erinnerte sich Heinz Niemann an Herrn Freudenberg und seinen Laden. An dem stets Zigarre rauchenden jüdischen Mitbürger habe ihn als Kind vor allem seine Freigiebigkeit beim ortsüblichen Nikolaussingen der Kinder beeindruckt. In der Progromnacht war ihm besonders aufgefallen, daß Herr Freudenberg dem SA-Treiben zusah und fassungslos den Kopf schüttelte.

Der Moses Freudenberg Weg befindet sich zwischen den beiden Straßen “Auf dem Grünen” und “Kamphofer Damm”.

Ein Hinweis zu “Moses Freudenberg”

  1. Schnur sagt:

    Es ist sehr interessant mal zu erfahren, wie es Geschichtlich um das Haus bestellt war. Ich wußte bisher nur, das das Haus 1945 Kriegsschäden hatte.

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