Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation

Das Bild zeigt das Mitgliedsbuch der DAF
Das Bild zeigt die Vorderseite des Mitgliedsbuchs
1. Oktober 1934
Am Wall 179, Bremen
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Wie überall im Reich, wurde auch hier zu Beginn der 1930er Jahre die Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation (NSBO) im Januar 1931 gegründet. Sie fungierte in den Betrieben als Gewerkschaft.Bereits 1932 hatte die Bremer NSBO knapp 1500 Mitglieder.

Einen Aufschwung erlebte die NSBO durch die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933. So konnte sie bei den Betriebsratwahlen im März des gleichen Jahres bereits 25 % der Stimmen gewinnen.

Die Feiern zum Tag der Arbeit (1. Mai) wurden von ihr organisiert, nachdem einige Mitglieder bereits am 18. April für kurze Zeit das Gewerkschaftshaus besetzt hatten. Eine erneute Besetzung erfolgte am 2. Mai. Dabei wurden die Gewerkschaftsführer durch NSBO-Funktionäre ersetzt und die einzelnen Gewerkschaften zur Deutschen Arbeitsfront (DAF) gleichgeschaltet.

Die DAF besaß im Juni 1933 in Bremen bereits gut 12.000 Mitglieder und hatte im Mai 1934 27 Ortsgruppen, die in Betriebszellen, Straßenzellen und Straßenblockzellen unterteilt waren.

Im Herbst 1934 wurde die Berufsschule der DAF mit Sitz Am Wall 179 gegründet, die zwei Jahre später in Reinhold Muchow-Schule umbenannt wurde.

Die Organisation, der 1938 bereits 53 Bremer Ortsverwaltungen angehörten, besaß ein großes Netz an Untergruppen, mit denen sie versuchte, sämtliche Betriebe zu kontrollieren.

In den Kriegsjahren hatte der DAF sowohl die Aufsicht über die Arbeitslager der Kriegsgefangenen in Bremen als auch über die Arbeit der Frauen in den Fabriken. Die letzte Propagandaveranstaltung der Deutschen Arbeitsfront in Bremen fand am 18. Januar 1945 in der Glocke statt.

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