NS-Kriegsverbrecher in Bremen

Dieses Bild zeigt eine Demonstration gegen Max Milde, 01.12.2007 Bremen
29. Juni 1944
Lübecker Straße 9, Bremen
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Max Josef Milde wurde am 20. 11. 1922 in Niederhermsdorf geboren, er war Unteroffizier der Wehrmacht , Mitglied im Musikkorps und später der Feldgendarmerie der Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring, einer Elitedivision der Luftwaffe.

Er wurde am 10. Oktober 2006 in Abwesenheit vom Militärgericht La Spezia wegen der Beteiligung an einem Massaker an insgesamt 207 ZivilistInnen in und um das italienische Dorf Civitella (bei Arezzo/ Toskana) am 29. Juni 1944 schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Außerdem soll er gesamtschuldnerisch mit der BRD mindestens 780000 Euro an die neun Nebenkläger, Angehörige der Opfer, zahlen. Max J. Milde hat gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.

Die unbewaffneten und sämtlich zivilen Bewohner der Dörfer Civitella, Cornia und San Pancrazio hatten sich zum Gebet in der Kirche versammelt. Die meisten sind durch Genickschuß getötet worden, darunter viele Frauen und Kinder, Väter vor den Augen ihrer Kinder, sowie der Priester des Ortes.

In Deutschland ermittelt die Dortmunder Staatsanwaltschaft (Zentralstelle im Lande NRW für die Bearbeitung von NS-Massenverbrechen), die im Okt. 2006 eine Hausdurchsung bei M. J. Milde durchführte.

Seit 1956 und bis zu seiner Pensionierung war Max Josef Milde bei der Polizei Bremen. Er leitete das Musikkorps der Bremer Schutzpolizei und war Polizeioberkommissar. Er lebt im Bremer Steintorviertel.

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