NS-Staatsanwalt bereits 1946 wieder in Amt & Würden

Dieses Bild zeigt CDU-Mitglied Zander, Abgeordneter, später Justizsenator
1. Januar 1934
Am Wall, Bremen
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In der Zeit des Nationalsozialismus war Erich Zander1 von 1934 bis 1945 in Bremen und Bremerhaven Staatsanwalt beim Sondergericht Bremen; dieses sprach bis Kriegsende 918 Urteile, davon 49 Todesurteile, von denen 42 vollstreckt wurden.

Bereits 1946 wurde er von der US-Militärregierung wieder als Staatsanwalt zugelassen. 1955 schied er als Landgerichtsdirektor, Vorsitzender einer Kammer für Handelssachen und Vertreter des Landgerichtspräsidenten in Bremen aus dem öffentlichen Dienst aus.

1955 wurde er Mitglied der CDU. Vom 28. Dezember 1955 bis zum 21. Dezember 1959 war er Senator für Justiz, Verfassung und kirchliche Angelegenheiten im Kabinett der Großen Koalition von Wilhelm Kaisen. Danach war er von 1959 bis 1971 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft und deren Vizepräsident von 1963 bis 1971.

Fußnoten

  1. Foto: Hans Saebens, Focke-Museum

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