Werder und das Weserstadion

Das Bild zeigt das Bremer Weserstadion
1. Juni 1934
Franz-Böhmert-Straße 7, Bremen
Schlagwörter ,

Werder Bremens erste überregionale Erfolge fielen in die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, als das Weserstadion oft für politische Propagandaveranstaltungen wie etwa den Tag der Wehrmacht benutzt wurde. Im Juni 1934 übernahm die Stadt das Weserstadion vom Verein und änderte den Namen in Bremer Kampfbahn. Von da an spielte Sport dort nur noch eine untergeordnete Rolle. Auch fanden hier ab Sommer 1934 Luftschutzübungen statt.

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste der Spielbetrieb eingestellt werden. Am 10. November 1945 wurde der Sportverein Werder Bremen von 1899 aufgelöst und nach einer Fusion mit den 1933 durch die Nazis verbotenen Vereinen TV Vorwärts Bremen und Freie Schwimmer 1910 Bremen der Turn- und Sportverein TuS Werder 1945 Bremen wiedergegründet.

Ein Hinweis zu “Werder und das Weserstadion”

  1. Jens Hülsen sagt:

    Warum wird eigentlich nirgends die Rolle von Werder vor und nach 1933 mal genauer beleuchtet? Es handelt sich immerhin um einen der nur vier (!) Vorzeigevereine der Nazis. Das passt doch wunderbar zu dem Satz: “Werder Bremens erste überregionale Erfolge fielen in die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur”. Ist das Zufall? Oder wollen die Werder-Verantwortlichen und Fans von diesen Zusammenhängen nichts hören? Die anderen drei Vorzeigevereine waren übrigens FC Schalke 04, VfB Stuttgart und TSV München 1860. Wenn auch unzureichend wird in diesen Vereinen die Geschichte immerhin thematisiert…

Kommentieren Sie den Beitrag

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *