Widerstand eines Grohner Arbeitersportlers

Das Bild zeigt einen Stolperstein für Hermann Cornelius
26. Oktober 1936
Friedrich-Humbert-Straße, Bremen
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Hermann Cornelius war als Arbeitersportler Gründer und Leiter des Arbeiter-Schachklubs in Grohn. Am 30. Januar 1933 wurde er verhaftet und bis Ende Mai 1933 im Gerichtsgefängnis Bremen-Lesum in „Schutzhaft“ gehalten und mehrfach verprügelt. Trotzdem setzte er seinen Widerstand danach fort.

Am 26. Oktober 1936 wurde er erneut verhaftet und am 16. März 1938 wegen Hochverrats zu 2 Jahren und 3 Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach der Entlassung aus dem Zuchthaus Oslebshausen im Juni 1941 nahm Cornelius wieder Kontakt auf zu seinen Genossen und beteiligte sich am Widerstandsnetz der Werftarbeiter Leo Drabent und Hans Neumann und der Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe.

Am 29. März 1943 erfolgte seine erneute Verhaftung. Am 13. Oktober 1944 „verurteilte“ ihn der Volksgerichtshof wegen Hochverrats zu drei Jahren Zuchthaus. Zur Haft wurde er diesmal ins Zuchthaus Celle verlegt, wo er am 25. Februar 1945 infolge der Misshandlungen durch die Gestapo starb.

Vor seinem letzten Wohnhaus in der Friedrich-Humbert-Straße in Bremen-Grohn wurde ein Stolperstein verlegt.

In einem Ausschnitt eines Video-Interviews mit dem USC Shoah Foundation Institute schildert der Zeitzeuge Willy Hundertmark den Eindruck, den er zur Funktion des Arbeitersports hatte:

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