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Deportation

Zwangsariesierung von Kinos aus jüdischer Hand

Seit 1912 betätigte Simon Horwitz sich in Bremen als Filmkaufmann. Zusammen mit seinen Söhnen betrieb er vier Filmtheater, die sog. „Skala-Theater“, und zwar in der Faulenstr. 56, am Ohlenhof 6-8, in der Oslebshauser Heerstr. 125 sowie in der Woltmershauser Str. 223. Die Kinos waren immer gut besucht, Julius bewies im Umgang mit der Ufa viel […]

“Brauner Laden”, ein ganz normales Kleidungsgeschäft in Hastedt

An der Hastedter Heer Str. 313 (heute führt das Haus die Nummer 233/235) führte der Kaufmann F. Budde ab 1939 ein  nicht ganz normales Kleidungsgeschäft, denn Budde verkaufte in seinem Laden, wie man seinen Rechnungen entnehmen kann, “Vorschriftsmäßige Ausrüstung für sämtliche Gliederungen der NSDAP / DAF.-Anzüge und -Mäntel / Werkschar / Kyffhäuser / Teno / […]

Zwangsarbeiter in Großwäscherei Hayungs

Bremen-Hastedt, Haltestelle Weserwehr. Wo sich heute die Endhaltestelle der Straßenbahn Linie 3 befindet, liegen polnische ZwangsarbeiterInnen unter Trümmern begraben – wie viele, ist unklar, wie sie heißen, auch. Umgekommen sind sie am 12. Oktober 1944, bei einem alliierten Bombenangriff. Die Frauen, allesamt Zwangsarbeiterinnen der Großwäscherei Hayungs, saßen in einem behelfsmäßigen Erdbunker, den sie selbst gegraben […]

Bremer Polizisten sichern die Deportation von Juden ab

Im Herbst 1941 beginnt das Reichssicherheitshauptamt mit der Deportation der Juden aus Deutschland nach Osteuropa. Bremens Gestapo hat die Namen längst in Karteien erfasst und pfercht Juden in „Judenhäusern“ zusammen. Gestapo-Beamte organisieren die Transporte, erlassen Deportationsbefehle und stellen sie zu. Finanzbeamte beschlagnahmen Eigentum der Opfer zum Zwecke der „Verwertung“ zugunsten des Reichs. Polizisten sorgen für […]

Siegfried Rennberg, jüdischer Pferdehändler

Siegfried Rennberg wurde 1879 in Wildeshausen geboren und lebte in seinem Wohn- und Geschäftshaus in der Admiralstraße 23. Als Pferdehändler besaß er auch eine größere Weide am Lehester Deich, die er erst 1936 für 8000 RM erworben hatte. Als jüdischer Mitbürger sah er sich im Februar 1939 gezwungen nach Belgien zu fliehen, wo ihm dem […]

Paula und Hartog Isaak ter Berg: von Ritterhude nach Bremen

Die jüdischen Eheleute Paula und Hartog Isaak ter Berg führten in den 30er-Jahren in Ritterhude ein Textilgeschäft, das Hartog Isaak lange mit seinem Vater betrieben hatte. Die beiden hatten zwei Söhne, Erwin und Adolf. 1936 wurde Hartog Isaak Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Scharmbeck. In der sog. Reichspogromnacht verhafteten SA-Männer unter Sturmhauptführer Fritz-Johann Köster, dem damaligen […]

Landgerichtsrat muss mit seiner Frau ins Waller Judenhaus ziehen

Im April 1939 wurde der Kündigungsschutz für jüdische Mieter aufgehoben und 21 Häuser offiziell als ‘Judenhäuser’ ausgewiesen, in die Juden zwangsweise einzuziehen hatten. Der ehemalige Landgerichtsrat Erich Mendelsohn, 1887 in Jever geboren, hatte an der Osterholzer Landstraße 51 gewohnt, bevor er mit seiner Frau Maria, geborene Schlensak, gezwungen wurde, in das Waller “Judenhaus” zu ziehen. […]

Siegmund Wolff, jüdischer Kaufmann aus Vegesack

Die Mitglieder der Familie Wolff waren in Bremen-Vegesack durch ihr kulturpolitisches Engagement bekannt und angesehen – sie konnten als Vorzeigebeispiel assimilierter deutscher Juden gelten. Siegmund Wolff, geboren 1863 in Vegesack, hatte lange Zeit dem dortigen Stadtrat angehört und war Inhaber eines Betten- und Manufakturwarengeschäftes. Verheiratet war er mit Selma, geborener Bry. Sein Vetter Jacob Wolff […]

Arbergen, Uphusen, Hemelingen nach der Reichstagswahl 1933

Die KPD-Mitglieder Heinrich Mindermann und Karl Mollen werden in Hemelingen verhaftet, die KPD wie auch die SPD verboten. Die Sozialdemokraten Carl Moses, Karl Helfenberger und Wilhelm Strauß wurden verhaftet, Bürgermeister Heinrich Ellmers in den Ruhestand geschickt. Zum neuen Bürgermeister hatte sich unter Androhung von Gewalt Hermann Passe ernennen lassen – er war seit 1930 Mitglied der NSDAP […]

Widerstandskämpfer Richard Förster erhält keine Wiedergutmachung

Der Drechsler Richard Förster, geboren  20.02.1887 in Altschau/Oder, kam 1913 nach Bremen, um als Modelltischler auf der A.G. Weser zu arbeiten. 1914 hat er die gebürtige Bremerin Sophie Bormann geheiratet. Das Ehepaar besaß ein Dreifamilienhaus in der Liegnitzstraße 39, blieb aber kinderlos. Richard Förster war zunächst SPD-Mitglied, trat dann aber 1919 in die KPD ein. […]