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Flucht

H. J. Dehning: Schüler, Soldat, Gefangener, Lehrer

Am 11.02.1924 wurde Hans Jürgen Dehning in Rendsburg geboren. Zusammen mit drei Geschwistern wuchs er zunächst in seinem Geburtsort auf, bevor die Familie 1930 nach Bremen zog. Nach der Grundschule in Bremen-Horn besuchte er das Gymnasium am Barkhof. Wenige Tage nach dem Abitur meldetet er sich als Soldat, so wie es auch seine Brüder getan […]

Leo Neumann, jüdischer Unternehmer musste fliehen und wurde erpresst

Das Oberfinanzpräsidium (OFP) machte Leo Neumann, dem damaligen Eigentümer des Gebäudes, in dem jetzt das Kaufhaus KARSTADT untergebracht ist, verzweifelt Angebote, um direkten Zugriff auf seine Immoblien zu erhalten. Erst als 1939 der Regierende Bürgermeister den Reichwirtschaftsminister um eine »zwangsweise Entjudung« des Grundstücks in der Oberstraße wegen Mangels an Büroraum bat, ging diese Rechnung auf. […]

Erpresst und schikaniert: Hermann Strassberg, jüdischer Kaufmann

Strassberg war Inhaber eines Konfektionsgeschäftes in der Sögestraße 37/39, das er jedoch im Herbst 1933 aufgab.Die >Arisierung< von jüdischem Haus- und Grundbesitz in Bremen, Hrsg: >Erinnern für die Zukunft e.V.

Hellmuth Stutzer, »arischer« Rechtsanwalt – verhilft zur Flucht

Hellmuth Stutzer war, seit den letzten jüdischen Anwälten die Zulassung entzogen wurde, der Rechtsberater der jüdischen Gemeinde in Bremen. Aufgrund dieser Tätigkeit war er auch mit der Witwe Auguste Michel bekannt, die aktiv an der Gemeindearbeit teilnahm und zuvor schon dem Schwesternbund der jüdischen Kaiser-Friedrich-Loge vorgestanden hatte. 311 1938 erbte Auguste Michel von ihrem Mann […]

Moses Freudenberg

An der Woltmershauser Straße 324/326 betrieb der jüdische Kaufmann Moses Freudenberg eine Manufakturwarenhandlung. In der Nachbarschaft galt er als ein spendabler Mann, war sehr beliebt und angesehen. Den Kindern verteilte er gerne Süßigkeiten, wie Zeitzeugen berichten. Erwachsenen konnten in seinem Geschäft auch schon mal anschreiben lassen. Die Nazis verschonten in der Reichspogrommnacht zwar sein Geschäft und […]

Von Bremen ins ferne Shanghai und wieder zurück

In den Jahren der NS Diktatur hofften viele jüdische Familien, auswandern zu dürfen. Als eines der wenigen Ziele in der Welt und noch mögliche letzte Zufluchtstätte, bot sich ca. 17 000 Juden aus dem Deutschen Reich und Österreich die chinesische Stadt Shanghai an. Unter ihnen befanden sich ebenfalls jüdische Mitbürger aus Bremen. Die Reise musste […]

Hermann Littmann

Hermann Littmann wurde am 31.12.1874 in Kalusz/Galizien geboren. Der gut situierte Geschäftsmann polnischer Nationalität und jüdischer Religion kam 1920 mit seinem Sohn Kiwa nach Bremen, kaufte in der Dennewitzstraße 24 (heute Johann-Kühn-Straße 24) ein Haus mit drei Wohnungen und eröffnete ein Kolonialwarengeschäft. Die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung lehnte die Polizeidirektion Bremen im März 1921 zunächst ab. […]

Rudolf Jacobs

Rudolf Jacobs kam am 14.04.1914 in Bremen als Sohn des Bremer Architekten Rudolf Jacobs senior (Haus am Markt, Parkhotel, Norddeutscher Lloyd) und dessen Ehefrau Frieda, geborene Rosenthal, zur Welt. Er wuchs in einem liberalen Elternhaus auf. Nach dem Abitur ging er zur Handelsmarine, wohl auch um sich damit dem Wehrdienst zu entziehen. Später studierte er […]

Widerstandsnester in Parzellengebieten

In Bremens Kleingartengebieten fanden viele vom Nazi-Regime Verfolgte Unterschlupf. Dagegen richtete sich eine Anordnung vom Senator für Inneres und Justiz, Theodor Laue, zur Zerstörung solcher Widerstandsnester. Trotz andauernden Bespitzelungsversuchen konnten dort noch lange Zeit viele Antifaschisten ihren Widerstand organisieren.