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Bremer Polizisten sichern die Deportation von Juden ab

Schlagwörter , , , | Kommentar schreiben | 18. November 1941 | Bahnhofsplatz (damals Lloydbahnhof), Bremen

Im Herbst 1941 beginnt das Reichssicherheitshauptamt mit der Deportation der Juden aus Deutschland nach Osteuropa. Bremens Gestapo hat die Namen längst in Karteien erfasst und pfercht Juden in „Judenhäusern“ zusammen. Gestapo-Beamte organisieren die Transporte, erlassen Deportationsbefehle und stellen sie zu. Finanzbeamte beschlagnahmen Eigentum der Opfer zum Zwecke der „Verwertung“ zugunsten des Reichs. Polizisten sorgen für [...]

Späte Gewissheit über das Schicksal der Löwenhardts

Schlagwörter , , | Kommentar schreiben | 17. November 1941 | Neckarstraße 98, Bremen

Die Familie Löwenhardt wohnte eine Zeitlang in der Neckarstraße 98 im Flüsseviertel in der Neustadt. Dort gestalteten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9.2. und 10.2. der Gesamtschule Mitte aus der Brokstraße, die die Patenschaft für die „Stolpersteine” der Familie Löwenhardt übernommen haben, bei der Gedächtnisfeier das Programm. Sie schilderten das Leben der jüdischen Familie, trugen Gedichte [...]

Charlotte Levy-Abraham, allein mit Kindertransport nach England

Schlagwörter , , , , , , | Kommentar schreiben | 3. Mai 1939 | Falkenstraße 7a (damals Bornstraße 3), Bremen

Charlotte Levy-Abraham wurde 1926 in Bremen geboren. Ihr Vater war Inhaber eines Geschäftes „Kurzwaren en gros“. Der Boykott jüdischer Geschäfte, der seinen Anfang am 1. April 1933 nahm, trug zur Schließung des Geschäftes bei. Später arbeitete Maximilian Abraham als Bibliothekar für die Winterhilfe der jüdischen Gemeinde, die Mutter Sophie Else half im Jüdischen Altersheim aus. [...]

Ein “Judenhaus”, Kohlhökerstraße 6

Schlagwörter , , , , , | Kommentar schreiben | 18. November 1941 | Kohlhökerstraße 6, Bremen

Das Haus, urkundlich erstmals 1875 erwähnt und bewohnt von Senator (ab 1890 Bürgermeister) Dr. Alfred Pauli (1827-1915), wurde 1934 von Alfred Grünberg, einem Kaufmann, und seiner Frau Amalie, geborene Goldberger, erworben. Nach deren Auswanderung in die USA wurde das Haus 1938 per Notariatsvertrag an die Israelitische Gemeinde übereignet. Es diente nach der Zerstörung der Synagoge in [...]

Von Bremen ins ferne Shanghai und wieder zurück

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In den Jahren der NS Diktatur hofften viele jüdische Familien, auswandern zu dürfen. Als eines der wenigen Ziele in der Welt und noch mögliche letzte Zufluchtstätte, bot sich ca. 17 000 Juden aus dem Deutschen Reich und Österreich die chinesische Stadt Shanghai an. Unter ihnen befanden sich ebenfalls jüdische Mitbürger aus Bremen. Die Reise musste [...]

Rosenak Haus

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Das „Rosenak-Haus“ ist das ehemalige Gemeindehaus der Israelitischen Gemeinde in Bremen. Am Haus Kolpingstraße Nr. 7 ist seit 2010 wieder der Name des ersten Landesrabbiners Leopold Rosenak angebracht. Das „Rosenak-Haus“ diente der Israelitischen Gemeinde Bremen als Gemeindehaus. Dort hat auch der seit 2007 bestehende Verein „ROSENAK-HAUS e. V.“ seinen Sitz. In der Kolpingstraße (früher Gartenstraße) kaufte die Israelitische [...]

Hermann Littmann

Schlagwörter , , , , | Kommentar schreiben | 27. Oktober 1938 | Johann-Kühn-Straße 24, Bremen

Hermann Littmann wurde am 31.12.1874 in Kalusz/Galizien geboren. Der gut situierte Geschäftsmann polnischer Nationalität und jüdischer Religion kam 1920 mit seinem Sohn Kiwa nach Bremen, kaufte in der Dennewitzstraße 24 (heute Johann-Kühn-Straße 24) ein Haus mit drei Wohnungen und eröffnete ein Kolonialwarengeschäft. Die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung lehnte die Polizeidirektion Bremen im März 1921 zunächst ab. [...]

Leo Freudenberg

Schlagwörter , , , , | Kommentar schreiben | 1. Januar 1933 | Ostendorpstrasse 20 (damals Lerchenstraße), Bremen

Gedenkstein zur Erinnerung an Leo Freudenberg (1896-1936 Leo Freudenberg (geb. am 21.1.1896 in Ottersberg) heiratete am 27.7.1923 Alice Dorothea Behrens (geb. 24.12.1903 in Kiel). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: der Sohn Rudolf (geb. am 16.5.1924 in Bremen) und die Tochter Cläre (geb. am 1.2.1931 in Bremen). Die Familie wohnte seit 1928 im Haus [...]

Frauen von Obernheide

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In den Jahren 1944 und 1945 wurden jüdische Frauen aus Ungarn, die im Lager Obernheide in Stuhr gefangen gehalten wurden, gezwungen im Bremer Stadtzentrum Trümmer zu beseitigen. In Folge der Bombardierungen durch die alliierten Fliegerangriffe lag die Innenstadt in Trümmern. Täglich mussten die bereits entkräfteten Frauen zu Fuß nach Bremen laufen, was vor allem in [...]

Professor Rudolf Hess aus „rassischen Gründen“ entlassen

Schlagwörter , , | Kommentar schreiben | 1. Januar 1934 | Schönhausenstraße 29, Bremen

In der Schönhausenstraße hat früher Professor Rudolf Hess, nach dem die Kinderklinik benannt ist, gewohnt. Hess, der sich fast so schrieb wie Hitlers Stellvertreter (Rudolf Heß), war ab 1928 leitender Arzt der Kinderabteilung der Städtischen Krankenanstalt und 1929 bis 1934 am Aufbau der neuen Kinderklinik beteiligt. Im Januar 1934 wurde der Professor von den Nazis [...]