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Judenhaus

Landgerichtsrat muss mit seiner Frau ins Waller Judenhaus ziehen

Im April 1939 wurde der Kündigungsschutz für jüdische Mieter aufgehoben und 21 Häuser offiziell als ‘Judenhäuser’ ausgewiesen, in die Juden zwangsweise einzuziehen hatten. Der ehemalige Landgerichtsrat Erich Mendelsohn, 1887 in Jever geboren, hatte an der Osterholzer Landstraße 51 gewohnt, bevor er mit seiner Frau Maria, geborene Schlensak, gezwungen wurde, in das Waller “Judenhaus” zu ziehen. […]

Siegmund Wolff, jüdischer Kaufmann aus Vegesack

Die Mitglieder der Familie Wolff waren in Bremen-Vegesack durch ihr kulturpolitisches Engagement bekannt und angesehen – sie konnten als Vorzeigebeispiel assimilierter deutscher Juden gelten. Siegmund Wolff, geboren 1863 in Vegesack, hatte lange Zeit dem dortigen Stadtrat angehört und war Inhaber eines Betten- und Manufakturwarengeschäftes. Verheiratet war er mit Selma, geborener Bry. Sein Vetter Jacob Wolff […]

Hellmuth Stutzer, »arischer« Rechtsanwalt – verhilft zur Flucht

Hellmuth Stutzer war, seit den letzten jüdischen Anwälten die Zulassung entzogen wurde, der Rechtsberater der jüdischen Gemeinde in Bremen. Aufgrund dieser Tätigkeit war er auch mit der Witwe Auguste Michel bekannt, die aktiv an der Gemeindearbeit teilnahm und zuvor schon dem Schwesternbund der jüdischen Kaiser-Friedrich-Loge vorgestanden hatte. 311 1938 erbte Auguste Michel von ihrem Mann […]

Rudolf Schillig, »arischer« Hausmeister, erwirbt “Mikwe”

Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich Einzelpersonen aus dem eher orthodoxen Kreis der jüdischen Gemeinde in Bremen, insbesondere Moses Schragenheim, entschlossen eine eigene private “Mikwe” zu gründen. Zu diesem Zweck kauften sie in Huckelriede ein Wohnhaus, in dessen Kellergeschoss in der Vohnenstraße 3 das traditionelle Tauchbecken gelegen war. Bereits 1899 wird es unter dieser Adresse […]

Otto Polak ging hier zur Schule

Der siebenjährige Otto Polak durfte nicht in die Kirchweyher Schule gehen, da jüdischen Kindern durch den Erlass vom 15.11.1938 des Reichserziehungsministers Rust der Besuch öffentlicher Schulen nicht mehr gestattet war. Ottos Mutter Johanne hoffte jedoch auf eine Ausnahmeregelung, doch der Landrat des Kreises Grafschaft Hoya teilte ihr im November 1939 mit, dass ihr Sohn in […]

Arbergen, Uphusen, Hemelingen nach der Reichstagswahl 1933

Die KPD-Mitglieder Heinrich Mindermann und Karl Mollen werden in Hemelingen verhaftet, die KPD wie auch die SPD verboten. Die Sozialdemokraten Carl Moses, Karl Helfenberger und Wilhelm Strauß wurden verhaftet, Bürgermeister Heinrich Ellmers in den Ruhestand geschickt. Zum neuen Bürgermeister hatte sich unter Androhung von Gewalt Hermann Passe ernennen lassen – er war seit 1930 Mitglied der NSDAP […]

Judenhaus Nordstraße 210

Reinhold Roer wurde nur drei Jahre alt. Der kleine Junge starb gemeinsam mit seinen Eltern Gertrud und Walter im Ghetto Minsk. Zilla Mannheim war 72 Jahre alt, als sie nach Theresienstadt verschleppt wurde und kurz darauf ihr Leben verlor. Albert Seligmann, Jahrgang 1869, war 21 Jahre lang Obermeister der Fleischerinnung Achim. Sein ältester Sohn war […]

Ein “Judenhaus”, Kohlhökerstraße 6

Das Haus, urkundlich erstmals 1875 erwähnt und bewohnt von Senator (ab 1890 Bürgermeister) Dr. Alfred Pauli (1827-1915), wurde 1934 von Alfred Grünberg, einem Kaufmann, und seiner Frau Amalie, geborene Goldberger, erworben. Nach deren Auswanderung in die USA wurde das Haus 1938 per Notariatsvertrag an die Israelitische Gemeinde übereignet. Es diente nach der Zerstörung der Synagoge in […]