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Konzentrationslager

Zwangsariesierung von Kinos aus jüdischer Hand

Seit 1912 betätigte Simon Horwitz sich in Bremen als Filmkaufmann. Zusammen mit seinen Söhnen betrieb er vier Filmtheater, die sog. „Skala-Theater“, und zwar in der Faulenstr. 56, am Ohlenhof 6-8, in der Oslebshauser Heerstr. 125 sowie in der Woltmershauser Str. 223. Die Kinos waren immer gut besucht, Julius bewies im Umgang mit der Ufa viel […]

KZ Mißler eingerichtet

Das Lager Mißler war das erste, zuerst noch provisorische  Konzentrationslager in Bremen. Es wurde bereits am 31. März 1933 von der Polizeidirektion in den ehem. Auswanderungshallen auf dem Gelände der Firma Mißler an der Walsroder Straße in Findorff errichtet. Die etwa 170 Häftlinge waren vorwiegend Sozialdemokraten und Kommunisten. Die Insassen, darunter z. B. Alfred Faust wurden durch […]

Heinrich Buchholz, Kommunist und Agitprop-Aktivist

Heinrich Diedrich Buchholz, geb. am 15.12.1895 in Bremen, war ein richtiges Waller Urgestein. Er war seit 1925 verheiratet mit Auguste „Guste“ Wagenfeld, eine  jüngere Schwester des berühmten bremischen Grafikdesigners Wilhelm Wagenfeld. Die Volksschule besuchte Buchholz in der Elisabethstraße. Später machte er eine Tischlerausbildung und machte sich als Geselle auf die Walz nach Italien. Bereits als […]

Erwin Schulz, Gestapo Chef in Bremen und verurteilter Massenmörder

Erwin Schulz (geb. 27.11.1900 in Berlin, zuletzt wohnhaft in der Hamburgerstraße in Bremen, dort gestorben am 11.11.1981) kämpfte bereits Dezember 1918/Januar 1919 in einem Garderegiment gegen die Räterepublik. 1921 schloss er sich dem Freikorps „Oberland“ an und wiederum zwei Jahre später der kasernierten Schutzpolizei von Walter Caspari in Bremen. Hier wurde er vor  allem in […]

Reichsbannermann Theophil Jazdziewski im KZ Dachau ermordet

Theophil Jazdziewski wurde am 24.06.1878 in Berlin geboren. Seit 1919 war der Maurer Mitglied der SPD und ab 1930 aktiv in deren Schutzorganisation “Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“. Mit seiner Frau Paula (geb. Schubert) hatte er fünf Kinder. Wohnhaft war die Familie in der Bremer Neustadt und zwar in der Oderstraße 109. Dort erinner jetzt ein Stolperstein am […]

Johann Heuer, von Oslebshausen nach Dachau

Wilhelm Heinrich Johann Heuer wurde am 26.06.1890 in Bremen geboren und arbeitete viele Jahre auf der Traditionswerft AG Weser in Gröpelingen. Heuer war Mitglied der KPD. Als er für die Partei Flugblätter verteilt hat, wird er November 1933 verhaftet und zu 15 Monate Gefängnisstrafe verurteilt. September 1939 wird er zu Kriegsbeginn wieder verhaftet und bereits […]

Das Arbeitserziehungslager Farge

Wer in Bremen die Arbeit verweigert oder nicht „ordentlich“ arbeitet, den wies die Gestapo für einige Zeit in ein Arbeitserziehungslager (AEL) ein. Die ersten dieser staatspolizeilichen Sonderlager wurden ab 1940 errichtet, darunter das AEL Bremen-Farge. Erst nachträglich regelte 1941 ein Erlass, dass in diesen Lagern Ausländer und Deutsche lernen sollten, wie man „ordentlich“ arbeitet. Faktisch […]

Überlebender Widerstandskämpfer für einen demokratischen Wiederaufbau

1920 kam Emil Theil als Geschäftsführer des Metallarbeiter­verbandes nach Bremen und wohnte Auf der Wachsbleiche 2. Ein Jahr später zog er als Abgeordneter in die Bürgerschaft ein, der er bis 1933 angehörte, dann begann für ihn die Zeit der Inhaftierungen und Verfolgungen. Zunächst ins Konzentrationslager Mißler eingeliefert, wurde er 1935 nach einem Prozess ins Gefängnis […]

Widerstandskämpfer Richard Förster erhält keine Wiedergutmachung

Der Drechsler Richard Förster, geboren  20.02.1887 in Altschau/Oder, kam 1913 nach Bremen, um als Modelltischler auf der A.G. Weser zu arbeiten. 1914 hat er die gebürtige Bremerin Sophie Bormann geheiratet. Das Ehepaar besaß ein Dreifamilienhaus in der Liegnitzstraße 39, blieb aber kinderlos. Richard Förster war zunächst SPD-Mitglied, trat dann aber 1919 in die KPD ein. […]

Übersichtskarte von KZ, Zuchthäusern und Gefängnissen

Ab März 1933 eröffneten die Nationalsozialisten in allen Teilen Deutschlands Konzentrationslager mit unterschiedlichen Zuständigkeiten. Kaum etwas vollzog sich in Deutschland öffentlicher, als die Überführung von Schutzhäftlingen in diese frühen KZ. Die gleichgeschaltete Presse berichtete täglich über die gelegentlich als Umerziehung deklarierten Maßnahmen der „Schutzhaft“. So teilten z. B. die „Bremer Nachrichten“ am 2. April 1933 […]