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	<title>Spurensuche-Bremen &#187; KPD</title>
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	<description>Bremen - Damals zwischen 1933 - 1945</description>
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		<title>Heinrich Buchholz, Kommunist und Agitprop-Aktivist</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 18:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JohnyB</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heinrich Diedrich Buchholz, geb. am 15.12.1895 in Bremen, war ein richtiges Waller Urgestein. Er war seit 1925 verheiratet mit Auguste „Guste“ Wagenfeld, eine  jüngere Schwester des berühmten bremischen Grafikdesigners Wilhelm Wagenfeld. Die Volksschule besuchte Buchholz in der Elisabethstraße. Später machte er eine Tischlerausbildung und machte sich als Geselle auf die Walz nach Italien. Bereits als [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heinrich Diedrich Buchholz, geb. am 15.12.1895 in Bremen, war ein richtiges Waller Urgestein. Er war seit 1925 verheiratet mit Auguste „Guste“ Wagenfeld, eine  jüngere Schwester des berühmten bremischen Grafikdesigners Wilhelm Wagenfeld.</p>
<p>Die Volksschule besuchte Buchholz in der Elisabethstraße. Später machte er eine Tischlerausbildung und machte sich als Geselle auf die Walz nach Italien. Bereits als junger Mann war Heinrich Buchholz politisch aktiv. 1911 Trat er in die „Junge Garde“ ein. Parteipolitisch war er zuerst in der SPD, trat aber zum Ende des Ersten Weltkrieges über in die USPD. In diesem Krieg wurde er als Soldat schwer verwundet. Das hielt Buchholz aber nicht davon ab, dem Wachbataillon des Arbeiter- und Soldatenrats beizutreten, das die Bremer Räterepublik gegen die Angriffe der „weißen“ Caspari- und Gerstenbergertruppen verteidigte. 1920 Trat Buchholz der KPD bei, der er seinem restlichen Leben angehören würde. Nebenbei war er außerdem noch Mitglied bei den „Naturfreunden Deutschlands“, der „Roten Hilfe“ und beim „Arbeitergesangsverein“ von Hermann Böse. 1926 Gründete Buchholz zusammen mit dem Schauspieler Edgar Bennert die Proletarische Bühne Bremen, die 1928 zur Agitprop Theatergruppe „Blauen Blusen“ wurde. Sie traten in Bremen u.a. in den Sälen vom „Casino“ und „Café Flora“ auf.</p>
<p>Wg. seiner unterschiedlichen politischen Aktivitäten wurde Buchholz nach dem die Nazis in Bremen die Macht übernommen hatten, am 10.04.1933 verhaftet. Zuerst steckte man ihn in das Gestapo Gefängnis am Wall, später in das KZ Mißler in der Walsroderstraße in Findorff. Zwar wurde er, nach schweren Misshandlungen, am 03.08.1933 wieder entlassen, aber nur ein Jahr später gleich wieder verhaftet. Inzwischen war er innerhalb seiner illegalen Partei zum Leiter für Agitation und Propaganda (Agitprop) benannt worden. Seine Haft verbrachte Buchholz diesmal im Gestapo Gefängnis am Ostertor (das später Wilhelm Wagenfeld Museum). Am 20.02.1935 wurde Buchholz durch das Oberlandesgericht Hamburg zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Anklage läutete Vorbereitung zum Hochverrat. Die Strafe verbrachte er im Zuchthaus Oslebshausen. Nach seiner Entlassung 1937 arbeitete er in einer Bau- und Möbeltischlerbetrieb in Gröpelingen. Aus der Haft heraus schickte er illustrierte Postkarten und Briefe an seine Frau und Kinder. Diese sind inzwischen veröffentlicht im Buch „Na, Lütten?“ *.</p>
<p>Nach dem Krieg arbeitete Heinrich Buchholz als Vermittler beim Arbeitsamt Bremen. Seine Partei blieb er, genauso wie  seine Frau und Tochter, die ebenfalls KPD Mitglied geworden waren, treu. Am 15.08.1953 starb Heinrich Buchholz an den Folgen eines tödlichen Stromschlags.</p>
<p>* Quelle dieser Texte: Heinrich Buchholz „Na, Lütten?“ – Briefe aus dem Konzentrationslager und Zuchthaus 1933-1937, mit einem Geleitwort von Heinrich Hannover. Donat-Verlag (ISBN 978-938275-65-8).</p>
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		<title>Johann Heuer, von Oslebshausen nach Dachau</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 20:47:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JohnyB</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wilhelm Heinrich Johann Heuer wurde am 26.06.1890 in Bremen geboren und arbeitete viele Jahre auf der Traditionswerft AG Weser in Gröpelingen. Heuer war Mitglied der KPD. Als er für die Partei Flugblätter verteilt hat, wird er November 1933 verhaftet und zu 15 Monate Gefängnisstrafe verurteilt. September 1939 wird er zu Kriegsbeginn wieder verhaftet und bereits [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wilhelm Heinrich Johann Heuer wurde am 26.06.1890 in Bremen geboren und arbeitete viele Jahre auf der Traditionswerft AG Weser in Gröpelingen. Heuer war Mitglied der KPD. Als er für die Partei Flugblätter verteilt hat, wird er November 1933 verhaftet und zu 15 Monate Gefängnisstrafe verurteilt. September 1939 wird er zu Kriegsbeginn wieder verhaftet und bereits am 9.9.1939 vom Zuchthaus Oslebshausen ind KZ Sachsenhausen, in der Nähe von Berlin, überführt. Wenig später wird Johann Heuer wiederum von Sachsenhausen ins KZ Dachau in Süddeutschland gebracht, wo er am 26.9.1940 gestorben ist. Johann Heuer hinterliess eine Ehefrau und sechs Kinder.</p>
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		<title>Arbergen, Uphusen, Hemelingen nach der Reichstagswahl 1933</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 17:09:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>spurensuche</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Judenhaus]]></category>
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		<description><![CDATA[Die KPD-Mitglieder Heinrich Mindermann und Karl Mollen werden in Hemelingen verhaftet, die KPD wie auch die SPD verboten. Die Sozialdemokraten Carl Moses, Karl Helfenberger und Wilhelm Strauß wurden verhaftet, Bürgermeister Heinrich Ellmers in den Ruhestand geschickt. Zum neuen Bürgermeister hatte sich unter Androhung von Gewalt Hermann Passe ernennen lassen &#8211; er war seit 1930 Mitglied der NSDAP [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die KPD-Mitglieder Heinrich Mindermann und Karl Mollen werden in Hemelingen verhaftet, die KPD wie auch die SPD verboten. Die Sozialdemokraten Carl Moses, Karl Helfenberger und Wilhelm Strauß wurden verhaftet, Bürgermeister Heinrich Ellmers in den Ruhestand geschickt. Zum neuen Bürgermeister hatte sich unter Androhung von Gewalt Hermann Passe ernennen lassen &#8211; er war seit 1930 Mitglied der NSDAP und gehörte seit 1932 der SS an.</p>
<p><a href="http://www.spurensuche-bremen.de/4738/judenhaus-nordstrase-210/">Albert Seligmann</a> verhaftet</p>
<p>Der nationalsozialistische &#8220;Hemelinger Anzeiger&#8221;<a class="simple-footnote" title="Aus: Friedhelm Blüthner: Das Arberger Kirchspiel im ,Dritten Reich´" id="return-note-5101-1" href="#note-5101-1"><sup>1</sup></a> vom 2. August 1933 berichtete unter der Überschrift &#8220;In Schutzhaft genommen&#8221;  über einen antisemitischen Übergriff: „In Schutzhaft genommen. Gestern Mittag wurde der jüdische Schlachtermeister Albert Seligmann (Achim), der sich der Verächtlichmachung der Reichsregierung und des Reichskanzlers schuldig gemacht hat, in Schutzhaft genommen. Die Inhaftierung geschah, weil deutsch empfindende Männer, die von den Äußerungen des S. Kenntnis erhalten, sich in großer Erregung vor dem Hause des Juden angesammelt hatten und der Jude vor der Volkserregung geschützt werden muss. Seligmann ist nach Verden abtransportiert worden.&#8221; Albert Seligmann hat die NS-Zeit nicht überlebt. Der Achimer wurde zunächst in ein <a href="http://www.spurensuche-bremen.de/4738/judenhaus-nordstrase-210/">Bremer Judenhaus</a> einquartiert, anschließend nach Theresienstadt verschleppt, von dort 1942 nach Treblinka deportiert und ermordet.</p>
<p>1936 wurde die <a href="http://www.weser-kurier.de/Druckansicht/Bremen/89609/Die+Kirchenglocke+mit+dem+Hakenkreuz.html" target="_blank">Arberger Kirche </a>mit einer Hakenkreuzglocke ausgestattet und der Hemelinger Pastor Röbbelen strafversetzt (und damit geschützt), weil er auf seinem Stimmzettel Kritik an „Reichsjugendführer“ Baldur von Schirach vermerkt hatte. Die Hemelinger NSDAP hatte vor seinem Wohnhaus einen Tumult veranstaltet. So ging es weiter. Am 17. November 1938 hielt &#8220;Parteigenosse&#8221; Schomaker zusammen mit dem Hemelinger NSDAP Ortsgruppenleiter Koch eine öffentliche Rede gegen Juden. Sonnenwendfeiern mit Propagandareden auf Asendorfs Berg, Kundgebungen in allen Gaststätten sowie Schulungen auf &#8216;Heimabenden&#8217; ließen keinen Winkel in dieser Gegend aus.</p>
<div class="simple-footnotes"><h3 class="notes">Fußnoten</h3><ol><li id="note-5101-1">Aus: Friedhelm Blüthner: Das Arberger Kirchspiel im ,Dritten Reich´ <a href="#return-note-5101-1">&#8617;</a></li></ol></div>]]></content:encoded>
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		<title>Keine Wiedergutmachung für Widerstandskämpfer</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 11:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Mork</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Drechsler Richard Förster, geboren Januar 1897 in Altschau/Oder, kam 1913 nach Bremen, um als Modelltischler auf der A.G. Weser zu arbeiten. 1919 schloss er sich der KPD an. Am 10. Juli 1932 führte die SA einen Großaufmarsch in Café Flora durch. Junge Kommunisten sammelten sich an der Grambker Bahnüberführung, um sich gegen eventuelle Übergriffe [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Drechsler Richard Förster, geboren Januar 1897 in Altschau/Oder, kam 1913 nach Bremen, um als Modelltischler auf der A.G. Weser zu arbeiten. 1919 schloss er sich der KPD an. Am 10. Juli 1932 führte die SA einen Großaufmarsch in Café Flora durch. Junge Kommunisten sammelten sich an der Grambker Bahnüberführung, um sich gegen eventuelle Übergriffe der SA zur Wehr zu setzen. Die Furcht vor politischem Mord war allerdings zu Ende der Weimarer Republik nicht völlig unbegründet. Schon vor der Einsetzung der Partei Hitlers an die Macht wurde nicht nur die Arbeiterbewegung, sondern darüber hinaus jegliche demokratische Haltung blutig verfolgt. Richard Förster fertigte Sprengkörper, die notfalls auf durchfahrende LKWs geworfen werden sollten. Elf vollbesetzte LKWs unterquerten die Bahnbrücke, ohne dass Bomben geworfen wurde. Die gut informierte Polizei versuchte die Sprengkörper sicherzustellen. Ohne die lauten Warnrufe zu beachten, hob Polizeiobermeister Talle einen Sprengkörper auf und wurde dabei völlig zerfetzt. Sein Kollege erlitt durch Bombensplitter Verletzungen am Unterschenkel. Förster, der dabei nicht anwesend war, war davon zutiefst erschüttert. Wegen der Herstellung von Sprengkörpern wurde er 1932 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Oslebshausen einsaß. Unmittelbar nach Ablauf der Strafe wurde er am 10. Juli 1940 im Zimmer des Zuchthausdirektors von der Gestapo abgeholt, in die Ostertorwache gebracht und nach Rücksprache in Berlin auf Weisung der Gestapozentrale ins KZ Mauthausen verschleppt. Er sei nicht bereit von seiner kommunistischen Überzeugung abzugehen, hieß es. Eine weitere Verwahrung nach Strafverbüßung hielt die Gestapo für dringend erforderlich. Nach acht Wochen war er tot, nach Aussagen eines Mithäftlings starb er wegen völliger körperlicher Erschöpfung an Herzversagen. Seine Witwe Sophie stellte 1947 einen Wiedergutmachungsantrag. April 1956 wurde er vom Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen mit der Begründung abgelehnt, „die Verbringung in das Konzentrationslager habe vielmehr die in jedem Rechtsstaat in Kriegszeiten übliche Vorbeugehaft gegen einen Sprengstoffattentäter bedeutet.“ Ausgerechnet der Bremer Gestapoverhörspezialist Herrlein sollte die Anständigkeit und moralische Integrität von Richard Förster bewerten. Richard Förster wurde ermordet, weil er aus Überzeugung gegen die NS-Diktatur stand. Ein Stolperstein in der Liegnitzstraße 39 dokumentiert das Unrecht seiner Ermordung in Mauthausen. Es soll zugleich seiner Witwe Sophie ein Stück ihrer Würde zurückgeben, die das schmähliche Verhalten der Wiedergutmachungsbehörden ihr nach dem Krieg zu nehmen versuchten.</p>
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<p><span>Der Drechsler Richard Förster, geboren Januar 1897 in Altschau/Oder, kam 1913 nach Bremen, um als Modelltischler auf der A.G. Weser zu arbeiten. 1919 schloss er sich der KPD an. Am 10. Juli 1932 führte die SA einen Großaufmarsch in Café Flora durch. Junge Kommunisten sammelten sich an der Gramker Bahnüberführung, um sich gegen eventuelle Übergriffe der SA zur Wehr zu setzen. Die Furcht vor politischem Mord war allerdings zu Ende der Weimarer Republik nicht völlig unbegründet. Schon vor der Einsetzung der Partei Hitlers an die Macht wurde nicht nur die Arbeiterbewegung, sondern darüber hinaus jegliche demokratische Haltung blutig verfolgt. Richard Förster fertigte Sprengkörper, die notfalls auf durchfahrende LKWs geworfen werden sollten. Elf vollbesetzte LKWs unterquerten die Bahnbrücke, ohne dass Bomben geworfen wurde. Die gut informierte Polizei versuchte die Sprengkörper sicherzustellen. Ohne die lauten Warnrufe zu beachten, hob Polizeiobermeister Talle einen Sprengkörper auf und wurde dabei völlig zerfetzt. Sein Kollege erlitt durch Bombensplitter Verletzungen am Unterschenkel. Förster, der dabei nicht anwesend war, war davon zutiefst erschüttert. Wegen der Herstellung von Sprengkörpern wurde er 1932 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Oslebshausen einsaß. Unmittelbar nach Ablauf der Strafe wurde er am 10. Juli 1940 im Zimmer des Zuchthausdirektors von der Gestapo abgeholt, in die Ostertorwache gebracht und nach Rücksprache in Berlin auf Weisung der Gestapozentrale ins KZ Mauthausen verschleppt. Er sei nicht bereit von seiner kommunistischen Überzeugung abzugehen, hieß es. Eine weitere Verwahrung nach Strafverbüßung hielt die Gestapo für dringend erforderlich. Nach acht Wochen war er tot, nach Aussagen eines Mithäftlings starb er wegen völliger körperlicher Erschöpfung an Herzversagen. Seine Witwe Sophie stellte 1947 einen Wiedergutmachungsantrag. April 1956 wurde er vom Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen mit der Begründung abgelehnt, „die Verbringung in das Konzentrationslager habe vielmehr die in jedem Rechtsstaat in Kriegszeiten übliche Vorbeugehaft gegen einen Sprengstoffattentäter bedeutet.“ Ausgerechnet der Bremer Gestapoverhörspezialist Herrlein sollte die Anständigkeit und moralische Integrität von Richard Förster bewerten. Richard Förster wurde ermordet, weil er aus Überzeugung gegen die NS-Diktatur stand. Ein Stolperstein in der Liegnitzstraße 39 dokumentiert das Unrecht seiner Ermordung in Mauthausen. Es soll zugleich seiner Witwe Sophie ein Stück ihrer Würde zurückgeben, die das schmähliche Verhalten der Wiedergutmachungsbehörden ihr nach dem Krieg zu nehmen versuchten.</span></p>
<p><span>Bearbeitet von M. Mork nach einem Text von Raimund Geabelein<br />
</span></mce:style><><><><><><><><>< --></p>
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		<title>Widerstandskämpfer Stefan Lowacz in Plötzensee ermordet</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 17:43:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>spurensuche</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Obwohl Stefan Lowacz sich seines unsicheren Status als Staatenloser bewusst war, trat er 1929 in die Kommunistische Partei Deutschlands ein. 1931 übernahm er als leitender Redakteur die Wochenzeitung   „Der Arbeitslose“. Nach dem Machtantritt der Faschisten am 30. Januar 1933 gelang es Stefan zunächst, sich der Verhaftung  durch die Nazis zu entziehen. Er organisierte den Widerstand [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl Stefan Lowacz<a class="simple-footnote" title="Quelle: Antifaschistischer Widerstand in Bremen 1933 – 1945" id="return-note-5067-1" href="#note-5067-1"><sup>1</sup></a> sich seines unsicheren Status als Staatenloser bewusst war, trat er 1929 in die Kommunistische Partei Deutschlands ein. 1931 übernahm er als leitender Redakteur die Wochenzeitung   „Der Arbeitslose“.</p>
<p>Nach dem Machtantritt der Faschisten am 30. Januar 1933 gelang es Stefan zunächst, sich der Verhaftung  durch die Nazis zu entziehen. Er organisierte den Widerstand in Bremen, dann in Ostfriesland. Im März 1933 verließ er die Stadt und versteckte sich in den folgenden Monaten bei Genossen, Freunden und Bekannten und bekam über Oskar Uhlhorn Kontakte zur illegalen Leitung der KPD Nordwest. Nach Bremen kehrte er im Sommer 1933 zurück und übernahm die Funktion des Kassierers der illegalen KPD.  Stefan Lowacz reiste dann nach Hamburg, anschließend in die Niederlande , traf hier mit August Creutzburg zusammen  und ging zunächst nach Saarbrücken. Über Zürich, wo er von der Auslandsleitung  des ZK den Auftrag erhielt, in Süddeutschland als Bezirksleiter zu arbeiten, gelangte Stefan Lowacz im Herbst 1934 illegal nach Stuttgart.</p>
<p>Gerd-Rolf Rosenberger</p>
<div class="simple-footnotes"><h3 class="notes">Fußnoten</h3><ol><li id="note-5067-1">Quelle: Antifaschistischer Widerstand in Bremen 1933 – 1945 <a href="#return-note-5067-1">&#8617;</a></li></ol></div>]]></content:encoded>
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		<title>Widerstandskämpfer Richard Heller</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 15:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>spurensuche</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Richard Heller, geboren am 26.10.1908 in Dessau, arbeitet als Knecht, in der Brauerei, im Steinbruch und auf dem Bau. 1929 tritt er der KPD bei, wird ein Jahr später von Robert Stamm nach Bremen geholt und Mai 1931 Sekretär der KPD-Bezirksleitung Nordwest. 1932 leitet er in Bremen des Kampfbund gegen den Faschismus. Am 4. März 1933 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Heller<a class="simple-footnote" title="Recherche: R. Gaebelein" id="return-note-5057-1" href="#note-5057-1"><sup>1</sup></a>, geboren am 26.10.1908 in Dessau, arbeitet als Knecht, in der Brauerei, im Steinbruch und auf dem Bau. 1929 tritt er der KPD bei, wird ein Jahr später von Robert Stamm nach Bremen geholt und Mai 1931 Sekretär der KPD-Bezirksleitung Nordwest. 1932 leitet er in Bremen des Kampfbund gegen den Faschismus.</p>
<p>Am 4. März 1933 wird er verhaftet, in die Ostertorwache verschleppt, von dort ins KZ Mißler. Nach seiner Freilassung aus Fort Langenlütjen am 22. Dezember 1933 organisiert er Hamburger Hafenarbeiter. Am 10. Februar 1935 wird er erneut verhaftet, ins KZ Fuhlsbüttel gebracht. Wegen Fortführung der Kommunistischen Partei verurteilt ihn das Hanseatische Oberlandesgericht zu 4 Jahren Zuchthaus.</p>
<p>Am 14. Februar 1939 geht er von Oslebshausen zurück nach Hamburg, schließt sich der Widerstandsgruppe unter Bernhard Bästlein, Franz Jacob und Robert Abshagen an, die im gesamten Küstenraum tätig ist. Im Sommer 1942 organisiert er illegale Betriebsgruppen in Bremen. Die Gruppe wird denunziert. Bernhard Bästlein kann bei einem Bombenangriff entkommen, Franz Jacobs entgeht der Verhaftung nur knapp. Gemeinsam mit Anton Saefkow organisieren beide  Arbeiter in 30 Großbetrieben Berlins. Richard Heller wird am 20. Oktober 1942 erneut verhaftet, zunächst ins KZ Sachsenhausen gebracht, dann zurück nach Hamburg, wo er am 5. Mai 1944 zu Tode verurteilt wird.</p>
<p>Vor seiner Hinrichtung am 6. Juli 1944 ruft er seinen Genossen im Zuchthaus Fuhlsbüttel zu, den Mut nicht zu verlieren, die Herrschaft der Henker habe bald ein Ende. Robert Abshagen und weitere Mitglieder der Gruppe werden vier Tage später hingerichtet. Anton Saefkow und Franz Jacob werden am 4. Juli 1944 auf dem Weg zu einem Treffen mit Dr. Julius Leber und Prof. Dr. Adolf Reichwein verhaftet, zu Tode verurteilt und am 18. September 1944 hingerichtet.</p>
<p>Der „Stolperstein“ zur Erinnerung an Richard Heller an der Hansestraße 201 könnte helfen, das Andenken an die <strong>Widerstandsgruppe Bästlein-Jacobs-Abshagen</strong> zu bewahren.</p>
<p>Hierzu ebenfalls Informationen zu <a href="http://www.spurensuche-bremen.de/wp-content/uploads/2011/01/Willi-Jungmitta1.pdf"></a><a href="http://www.spurensuche-bremen.de/wp-content/uploads/2011/01/Willi-Jungmittag.pdf">Willi Jungmittag</a></p>
<div class="simple-footnotes"><h3 class="notes">Fußnoten</h3><ol><li id="note-5057-1">Recherche: R. Gaebelein <a href="#return-note-5057-1">&#8617;</a></li></ol></div>]]></content:encoded>
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		<title>Willi Müller</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 11:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edilau</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dachau]]></category>
		<category><![CDATA[Johann-Gossel Haus]]></category>
		<category><![CDATA[KPD]]></category>
		<category><![CDATA[Verurteilt]]></category>
		<category><![CDATA[Zuchthaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Briefe aus Dachau Willi (Wilhelm Ernst) Müller war von 1912 bis 1919 Seemann. Er war im Transportarbeiterverband und im Deutschen Seemannsbund organisiert und trat 1929 in die KPD ein. 1933 wurde er als Kandidat für die Bürgerschaft aufgestellt und musste von Januar an in der Illegalität leben. Er arbeitete bei der Herstellung der illegalen Zeitung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span><strong>Briefe aus Dachau</strong></span></p>
<p>Willi (Wilhelm Ernst) Müller war von 1912 bis 1919 Seemann. Er war im Transportarbeiterverband und im Deutschen Seemannsbund organisiert und trat 1929 in die KPD ein. 1933 wurde er als Kandidat für die Bürgerschaft aufgestellt und musste von Januar an in der Illegalität leben. Er arbeitete bei der Herstellung der illegalen Zeitung &#8220;<a href="http://www.dielinke-havelland.de/fileadmin/havelland/pdf/rote_brille/Geschichte_01.pdf" target="_blank">Der Scheinwerfer</a>&#8221; und anderen Publikationen mit. Am 12. Juli 1933 wurde er verhaftet und im sog. Gossel-Haus, der ehemaligen Zentrale der KPD, die von den Nazis enteignet worden war, schwer misshandelt. Im Juni 1934 wurden er und weitere 88 Kommunisten zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; anschließend wurde er in das KZ Sachsenhausen eingeliefert, aus dem er im März 1938 entlassen wurde. Nur fünf Monate später wurde er wegen Verdachts auf illegale politische Arbeit für die KPD erneut verhaftet. Er versuchte aus dem Gefängnis zu fliehen, was misslang; im Mai 1939 wurde er in die <a href="http://books.google.de/books?id=1tDbMzywB4cC&amp;pg=PA294&amp;lpg=PA294&amp;dq=Strafkompanie+Dachau&amp;source=bl&amp;ots=N0FuglaXaJ&amp;sig=8ev9E79j9vCp_YkCC0twrZFg2TI&amp;hl=de&amp;ei=0pAHTdGUNsOeOt28pcMJ&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=4&amp;ved=0CC0Q6AEwAw#v=onepage&amp;q=Strafkompanie%20Dachau&amp;f=false" target="_blank">Strafkompanie Dachau</a> eingeliefert. Da in dieser Zeit sein Prozess in München-Stadelheim wegen des Ausbruchsversuchs stattfand, konnte er überleben, denn von den 1.500 Häftlingen der Strafkompanie überlebten nur 300. Insgesamt verbrachte er drei Jahre im KZ-Dachau.<br />
Willi Müller schrieb diese <a href="http://www.edilau.de/veroeffentlichungen/Muller.pdf" target="_blank">Briefe </a>von 1939 bis 1945 an seine Mutter aus dem Gefängnis Hamburg- Fuhlsbüttel, Dachau, Friedrichshafen, Saulgau und Überlingen (die letzten Außenlager des KZ Dachau).</p>
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		<title>Hermann Böse &#8211; Musiklehrer und Widerstandskämpfer</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 16:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>spurensuche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bästlein-Jacobs-Abshagen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[KPD]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
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		<description><![CDATA[Am heutigen Gymnasium an der Hermann-Böse-Straße hat Hermann Böse von 1907 bis 1933 als Musiklehrer gearbeitet. Bereits 1894 war er in die SPD eingetreten. Als 1904 der Parteitag der SPD in Bremen stattfand, trat ein Männerchor mit Arbeiterliedern auf, dessen musikalische Leitung in seinen Händen lag. Dieser Chor entwickelte sich zu dem bedeutenden und anerkannten [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a class="simple-footnote" title="Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE" id="return-note-2782-1" href="#note-2782-1"><sup>1</sup></a>Am heutigen Gymnasium an der Hermann-Böse-Straße hat <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_B%C3%B6se">Hermann Böse</a></strong> von 1907 bis 1933 als Musiklehrer gearbeitet. Bereits 1894 war er in die SPD eingetreten. Als 1904 der Parteitag der SPD in Bremen stattfand, trat ein Männerchor mit Arbeiterliedern auf, dessen musikalische Leitung in seinen Händen lag. Dieser Chor entwickelte sich zu dem bedeutenden und anerkannten Arbeitergesangverein in Bremen.</p>
<p>Am 22. Februar 1910 schickten sozialdemokratische Bremer Lehrer (daran waren u.a. beteiligt: E. Sonnemann und G. Luttmann von der Schule Elsflether Straße, G. Döring von der Schule Sternstraße, H. Rumpf von der Schule Habenhausen, D. Alfken von der Schule Kantstraße, H. Ostersehlte von der Michaelisschule) ein Glückwunschtelegramm an August Bebel anlässlich seines siebzigsten Geburtstags. H. Böse war auch einer dieser Lehrer; an der Abfassung waren zudem die bekannten Arbeiterführer Wilhelm Pieck und Johann Knief beteiligt. Dieses Telegramm führte zu heftigen Pressekampagnen in der regionalen und überregionalen Tagespresse.</p>
<p>Im Zusammenhang mit den revolutionären Veränderungen und der Bremer Raterepublik wurde H. Böse im Januar 1919 Mitglied der KPD und im gleichen Monat Leiter des Kommissariats für Schul- und Bildungsfragen im Rat der Volksbeauftragten.</p>
<p>Unter Anwendung der „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_des_Reichspr%C3%A4sidenten_zum_Schutz_von_Volk_und_Staat" target="_blank">Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat</a>“ wurde er Ende März 1933 aus dem Schuldienst entlassen. Als in den Jahren 1940 bis 1942 die Bästlein-Jacob-Abshagen-Organisation ihre illegale Widerstandsarbeit entfaltete, wurde sie von Hermann Böse in Bremen unterstützt. Nach seiner Verhaftung im November 1942 durch die „Geheime Staatspolizei“ wurde Böse im Ostertorgefängnis und später im KZ Hamburg-Fuhlsbüttel inhaftiert. Am 17. Juli 1943, drei Tage nach seiner Entlassung, verstarb er an einer schweren Krankheit. Sein Grab ist auf dem Osterholzer Friedhof zu finden. Die Hermann-Böse-Straße trägt ihren Namen seit 1947. Erst 2005, also 58 Jahre später, wurde auch das Gymnasium offiziell nach Böse benannt.</p>
<div class="simple-footnotes"><h3 class="notes">Fußnoten</h3><ol><li id="note-2782-1">Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE <a href="#return-note-2782-1">&#8617;</a></li></ol></div>]]></content:encoded>
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		<title>Fritz Hallerstede</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 19:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JohnyB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cap-Arcona]]></category>
		<category><![CDATA[KPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrmacht]]></category>
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		<description><![CDATA[Fritz Hallerstede wurde am 02.11.1904 in Oldenburg geboren und ist am 31.07.1989 in Bremen gestorben. Hallerstede lebte viele Jahre in der Bremer Neustadt. Schon früh organisierte er sich in der Gewerkschaft und in der Kommunistischen Partei, wurde jedoch später aus den Reihen der KPD ausgeschlossen, weil er nicht mit deren Haltung zur Einheitsgewerkschaft übereinstimmte. Daraufhin [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fritz Hallerstede </strong>wurde am 02.11.1904 in Oldenburg geboren und ist am 31.07.1989 in Bremen gestorben. Hallerstede lebte viele Jahre in der Bremer Neustadt. Schon früh organisierte er sich in der Gewerkschaft und in der Kommunistischen Partei, wurde jedoch später aus den Reihen der KPD ausgeschlossen, weil er nicht mit deren Haltung zur Einheitsgewerkschaft übereinstimmte.</p>
<p>Daraufhin wurde er aktiv in der SAP, für die er nach der Machtergreifung durch die Nazis illegal tätig war. So nahm er Kontakte zu den Auslandsvertretungen seiner Partei in Dänemark und Schweden auf. Dabei traf er u.a. mit Willy Brandt zusammen. Später wurde Fritz Hallerstede in die Wehrmacht eingezogen und nach Neustadt/Holstein verlegt. Dort erlebte er unmittelbar vor Ende des Krieges (3.5.1945) die Bombardierung des Passagierschiffes &#8220;Cap Arcona&#8221; durch allierte Flugzeuge.</p>
<p>Auf der &#8220;Cap Arcona&#8221; befanden sich zu diesem Zeitpunkt tausende KZ-Häftlinge, u.a. aus dem KZ Stutthoff/Gdansk. Die meisten von ihnen sind bei diesem Bombardement umgekommen. Hallerstede hat, trotz seiner Wehrmachtszugehörigkeit und damit unter größter Gefahr, ca. 17 Gefangenen das Leben retten können, als er sie gemeinsam mit seinem Schwager Hans Frölich in einem Ruderboot aus dem eiskalten Wasser geholt hat.</p>
<p>Hans Frölich war der Sohn von Paul Frölich, ein kommunistischer Politiker und Autor, der außerdem noch Nachlassverwalter und Biograph von Rosa Luxemburg war. Die beiden Familien Hallerstede und Frölich lebten lange Jahre gemeinsam in einem Haus in Neustadt/Holstein.</p>
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		<title>Hans Neumann</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 09:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>spurensuche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gestapo]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendverband]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentrationslager]]></category>
		<category><![CDATA[KPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans Neumann, geboren am 05.10.1908 in Bremen-Aumund, entstammte einem streng katholischen Elternhaus. Er lernte Tischler auf der Vulkan-Werft, trat dem Deutschen Holzarbeiter-Verband bei und 1930 dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands und der KPD. Nach Verhaftung führender Funktionäre im Februar 1933 übernahm Hans Neumann die illegale KPD-Leitung in Blumenthal, wurde kurze Zeit später selbst verhaftet und ins [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hans Neumann, geboren am 05.10.1908 in Bremen-Aumund, entstammte einem streng katholischen Elternhaus. Er lernte Tischler auf der Vulkan-Werft, trat dem Deutschen Holzarbeiter-Verband bei und 1930 dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands und der KPD.</p>
<p>Nach Verhaftung führender Funktionäre im Februar 1933 übernahm Hans Neumann die illegale KPD-Leitung in Blumenthal, wurde kurze Zeit später selbst verhaftet und ins KZ Esterwegen verschleppt.</p>
<p>Nach seiner Freilassung arbeitete er wieder auf der Vulkan-Werft. Nach Entlassung seines Freundes Leo Drabent aus dem Zuchthaus organisierten beide ein Netz von 3er- und 5er-Gruppen in Verbindung mit Widerstandsgruppen in Hamburg. Mit Flugblättern riefen sie die Kollegen zur raschen Kriegsbeendigung auf.</p>
<p>Am 29.03.1943 wurden Leo Drabent, Hans Neumann und neun weitere Genossen von der Gestapo verhaftet und am 13.10.1944 vom Volksgerichtshof zu Tode verurteilt, weil sie bis zu ihrer Verhaftung <em>”die Widerstandskraft des deutschen Volkes durch kommunistische Propaganda zu zersetzen gesucht” </em>hatten.</p>
<p>Am 20.11.1944 wurden Hans Neumann und Leo Drabent im Zuchthaus Brandenburg-Görden mit dem Fallbeil hingerichtet. Vor seinem letzten Wohnhaus in der Fresenbergstraße 79 wurde  ein Stolperstein verlegt.<strong><em> </em></strong></p>
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