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Minsk

Bremer Polizisten sichern die Deportation von Juden ab

Im Herbst 1941 beginnt das Reichssicherheitshauptamt mit der Deportation der Juden aus Deutschland nach Osteuropa. Bremens Gestapo hat die Namen längst in Karteien erfasst und pfercht Juden in „Judenhäusern“ zusammen. Gestapo-Beamte organisieren die Transporte, erlassen Deportationsbefehle und stellen sie zu. Finanzbeamte beschlagnahmen Eigentum der Opfer zum Zwecke der „Verwertung“ zugunsten des Reichs. Polizisten sorgen für […]

Späte Gewissheit über das Schicksal der Löwenhardts

Die Familie Löwenhardt wohnte eine Zeitlang in der Neckarstraße 98 im Flüsseviertel in der Neustadt. Dort gestalteten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9.2. und 10.2. der Gesamtschule Mitte aus der Brokstraße, die die Patenschaft für die „Stolpersteine” der Familie Löwenhardt übernommen haben, bei der Gedächtnisfeier das Programm. Sie schilderten das Leben der jüdischen Familie, trugen Gedichte […]

Aumunder Synagoge

Am Nachmittag des 10. November 1938 wurde die Aumunder Synagoge durch Nazis in Brand gesteckt. 38 jüdische Mitbürger aus Aumund, Blumenthal und Vegesack wurden mit weiteren jüdischen Mitbürgern aus anderen bremischen Gemeinden im November 1941 nach Minsk deportiert, wo sie hingerichtet wurden oder an den Folgen der Misshandlungen starben. Im Sommer 1942 wurden weitere, vornehmlich […]

Landgerichtsrat muss mit seiner Frau ins Waller Judenhaus ziehen

Im April 1939 wurde der Kündigungsschutz für jüdische Mieter aufgehoben und 21 Häuser offiziell als ‘Judenhäuser’ ausgewiesen, in die Juden zwangsweise einzuziehen hatten. Der ehemalige Landgerichtsrat Erich Mendelsohn, 1887 in Jever geboren, hatte an der Osterholzer Landstraße 51 gewohnt, bevor er mit seiner Frau Maria, geborene Schlensak, gezwungen wurde, in das Waller “Judenhaus” zu ziehen. […]

Charlotte Levy-Abraham, allein mit Kindertransport nach England

Charlotte Levy-Abraham wurde 1926 in Bremen geboren. Ihr Vater war Inhaber eines Geschäftes „Kurzwaren en gros“. Der Boykott jüdischer Geschäfte, der seinen Anfang am 1. April 1933 nahm, trug zur Schließung des Geschäftes bei. Später arbeitete Maximilian Abraham als Bibliothekar für die Winterhilfe der jüdischen Gemeinde, die Mutter Sophie Else half im Jüdischen Altersheim aus. […]

Sammelstelle für 400 jüdische Mitbürger zum Abtransport nach Minsk

Am Zentaurenbrunnen in den vorderen Neustadtswallanlagen stand im Herbst 1941 eine Baracke als Sammelstelle für 400 jüdischer Männer, Frauen und Kinder, meist Bewohner/innen der Neustadt, auf ihrem Weg in die Vernichtung in Minsk. Am 09.08.2005 wurde die erste, recht verwitterte Gedenktafel durch eine würdigere Gedenktafel für die deportierten jüdischen Mitbürger ersetzt. Bei der Gedenkfeier sprachen […]

Judenhaus Nordstraße 210

Reinhold Roer wurde nur drei Jahre alt. Der kleine Junge starb gemeinsam mit seinen Eltern Gertrud und Walter im Ghetto Minsk. Zilla Mannheim war 72 Jahre alt, als sie nach Theresienstadt verschleppt wurde und kurz darauf ihr Leben verlor. Albert Seligmann, Jahrgang 1869, war 21 Jahre lang Obermeister der Fleischerinnung Achim. Sein ältester Sohn war […]

Ein “Judenhaus”, Kohlhökerstraße 6

Das Haus, urkundlich erstmals 1875 erwähnt und bewohnt von Senator (ab 1890 Bürgermeister) Dr. Alfred Pauli (1827-1915), wurde 1934 von Alfred Grünberg, einem Kaufmann, und seiner Frau Amalie, geborene Goldberger, erworben. Nach deren Auswanderung in die USA wurde das Haus 1938 per Notariatsvertrag an die Israelitische Gemeinde übereignet. Es diente nach der Zerstörung der Synagoge in […]

Deportation ins Ghetto Minsk

Am 18. November 1941 mussten 440 Bremer Juden vor der Schule Am Barkhof antreten. Gemeinsam mit Gefangenen aus dem Regierungsbezirk Stade marschierten sie anschließend zum Lloydbahnhof (besonderes Empfangsgebäude für den Auswandererverkehr nach Bremerhaven östlich der Bahnhofshalle, von diesem Lloydbahnhof führte der vierte Tunnel zu den Bahnsteigen). Von dort wurden sie mit Zügen ins Ghetto Minsk […]

“Stolperstein” Am Brill 18 für Tabakhändler David Gutnik

Der Wahlbremer David Gutnik stammte aus Tschernobyl und war 1908 im Alter von 35 Jahren in der Admiralstraße 155 in Findorff gemeldet. Vier Jahre später heiratete er eine 25-jährige Russin aus Minsk, Henriette Scheflian. Die Ehe hielt nur zwei Jahre. Henriette Gutnik verließ Bremen zu Beginn des Ersten Weltkriegs mit ihrer ein Jahr alten Tochter […]