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Senat

“Die Naturfreunde” werden von den Nazis verboten

Am 6.11.1934 verbot der von den Nazis gestellte Innen- und Justizsenator in Bremen die Ortsgruppe der “Naturfreunde” angeblich wg. “staatsfeindlicher Betätigung”. Die Ortsgruppe der “Naturfreunde” war 1912 in Bremen gegründet worden. In ihr sammelten sich viele linkspolitischen Kräfte aus der Arbeiterbewergung, egal welcher Partei sie angehörten. Ihnen verband die Liebe zur Natur und das gemeinsame […]

Leo Neumann, jüdischer Unternehmer musste fliehen und wurde erpresst

Das Oberfinanzpräsidium (OFP) machte Leo Neumann, dem damaligen Eigentümer des Gebäudes, in dem jetzt das Kaufhaus KARSTADT untergebracht ist, verzweifelt Angebote, um direkten Zugriff auf seine Immoblien zu erhalten. Erst als 1939 der Regierende Bürgermeister den Reichwirtschaftsminister um eine »zwangsweise Entjudung« des Grundstücks in der Oberstraße wegen Mangels an Büroraum bat, ging diese Rechnung auf. […]

Senatoren Kaisen, Klemann und Sommer erklären Rücktritt

Mit dem 6. März 1933, also kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung, und SA-Demonstrationen erklärten die Vertreter der Sozialdemokratischen Partei ihren Rücktritt aus dem Senat , weil sie die Verantwortung für die eingeschlagene Richtung der Politik in Bremen nicht mehr übernehmen wollen.  In den darauf folgenden Wochen setzte die SPD darauf, den Nationalsozialisten keinen Vorwand für […]

Sammelstelle für Zwangsarbeiter

1.900 männliche und 116 weibliche Zwangsarbeiter forderte der Senator für das Bauwesen aus Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagern zur Trümmerbeseitigung und für Aufräumarbeiten nach den schweren Bombardierungen an. Nahezu alle Bremer Betriebe beschäftigten Zwangsarbeiter, vor allem aus der Sowjetunion und Frankreich. Es gab 16 Baukompanien, 6 Dachdecker- und 7 Glaserkompanien. Sammelstelle war Anfang 1945 der Grünenkamp.

KZ Häftlinge und „Ostarbeiter“ in Huckelriede

Am 01.10.1935 konnten die neu errichteten Cambrai- und Hindenburgkasernen in Huckelriede von neuen Wehrpflichtigen bezogen werden. 3 Monate später war auch die Scharnhorstkaserne fertig. Weil jedoch später immer mehr wehrkräftige Männer eingezogen wurden, entstand ein großer Arbeitskräftemängel. Dem sollte ab Dezember 1942 abgeholfen werden durch den Einsatz von KZ Häftlingen. Diese Häftlinge kamen aus dem […]

Ein “Judenhaus”, Kohlhökerstraße 6

Das Haus, urkundlich erstmals 1875 erwähnt und bewohnt von Senator (ab 1890 Bürgermeister) Dr. Alfred Pauli (1827-1915), wurde 1934 von Alfred Grünberg, einem Kaufmann, und seiner Frau Amalie, geborene Goldberger, erworben. Nach deren Auswanderung in die USA wurde das Haus 1938 per Notariatsvertrag an die Israelitische Gemeinde übereignet. Es diente nach der Zerstörung der Synagoge in […]

Sprengung der Rolandmühle und Getreideverkehrsanlage

Die vorgesehene Sprengung der mit ca. 35.000 Tonnen Getreide gefüllten Rolandmühle und der Getreideverkehrsanlage im Hafen kann durch persönlichen Einsatz des Bremer Kaufmanns Carl Erling und durch Protest des stellvertretenden Regierenden Bürgermeisters von Bremen, Senator Richard Duckwitz, verhindert werden. Konteradmiral Gadow, Chef des Stabes des Marineoberkommando Nordsee mit Sitz in Wilhelmshaven, zieht einen entsprechenden Befehl telefonisch zurück.

Kriegsfolgen aus der Sicht eines Zeitzeugen

Der ehemalige Senator Stefan Seifritz (SPD) berichtet über Luftangriffe, die er in der Neustadt erlebte, Folgen der Bombardierung des Bremer Westens, an seine Kriegs- und Gefangenschaftserinnerungen und die politischen Erkenntnisse, die daraus gewonnen wurden. Dieses Video wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Landesfilmarchiv, Bremen. Get the Flash Player to see this content.

Ehrenmal auf der Altmannshöhe

Nach der Machtergreifung durch die Nazis beschloss der neue Bremer Senat am 6. Oktober 1933 ein Ehrenmal zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs anzulegen. Der Senat beauftragte den Bremer Bildhauer Ernst Gorsemann mit dieser Aufgabe, die dieser gemeinsam mit dem Architekten Wiebking ausführte. Gorsemann selbst hatte als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teilgenommen und hegte […]

Verfolgung der Sinti und Roma

Im August 1933 trat ein Gesetz für Bremen in Kraft, das laut damaligem Polizeisenator Theodor Laue dazu führte, „Zigeuner und Landfahrer, die für die bremische Bevölkerung oft eine starke Belästigung bedeuteten und Anlass zu vielfachen Klagen gaben, aus dem bremerischen Stadtgebiet durchweg zu entfernen oder fernzuhalten.“ Ihnen wurde durch das Gesetz die Niederlassung praktisch unmöglich gemacht. […]