Aus den Akten auf die Bühne: „Keine Zuflucht – nirgends“

Vor 80 Jahren, am 17. Mai 1939, legte die MS St. Louis von Hamburg Richtung Kuba ab. An Bord waren unter den 937 Kindern, Frauen, Männern auch Elias und Gerda Blatteis mit ihrem siebenjährigen Sohn.
Die Passagiere wollten, um dem NS-Regime zu entfliehen, nach Kuba auswandern, erhielten aber weder dort noch in den USA eine Einreiseerlaubnis. Sie wurden schließlich in Antwerpen von Bord gelassen und auf Belgien, die Niederlande, Frankreich und Großbritannien verteilt.
1940 flüchtete die Familie Blatteis von Brüssel über Frankreich, Spanien nach Casablanca/Marokko. 1948 durften sie in die USA einreisen.
Szenische Lesungen mit der Bremer Shakespeare Company am 25., 29. April, 18., 28. Mai, 4. und 26. Juni, jeweils um 19.30 Uhr im Theater am Leibnizplatz.

Zusätzlich zur szenischen Lesung:

Der oben beschriebene Sohn, Professor Clark Blatteis aus Memphis/USA,  wird nach Bremen kommen. Anlass seines Besuches ist die Premiere der szenischen Lesung. Professor Clark Blatteis ist einer der letzten Zeitzeugen der (Fahrt der) St. Louis. Er lehrte an dem College of Medicine der University of Tennessee. Am 29. April 2019 wird er von der langen Fluchtgeschichte seiner Familie berichten. Öffentlichen Veranstaltung mit Professor Clark Blatteis am Montag, 29. April 2019, 18 Uhr (GW2, Raum B 3009) in der Universität Bremen 

 

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