Ausstellung „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“ (Originalzitat)

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Die Ausstellung „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“ (Originalzitat) über die Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung von 1933 bis 1945 wird zur Zeit in der Bibliothek der Wilhelm-Kaisen-Oberschule, Valckenburgstraße 1–3, in der Bremer-Neustadt aufgebaut.

Die DENKORTE-Initiative Neustadt bietet am Donnerstag, dem 29. Oktober zwei Führungen durch die hochinteressante Ausstellung: „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“ an. Führungen können an diesem Tag für 11 Uhr und 17 Uhr vereinbart werden. Eine telefonische Anmeldung ist angesichts der Corona-Verordnungen unter der Telefonnr.: 0176 45719813 erforderlich. Veranstalter der Ausstellung ist der Diakonisches Werk Bremen e. V. in Kooperation mit der Wilhelm-Kaisen-Oberschule und der DENKORTE-Initiative Neustadt.

Hintergrund der Ausstellung:
„Wie war der Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die zwischen 1933 und 1945 in evangelischen Heimen der Kinder- und Jugendfürsorge untergebracht waren? Was erlebten sie dort und welche Rolle spielten Heimleitende, Psychiater und die Verantwortlichen in den Behörden? Welche Auswirkungen hatte das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und die Verlegungen in außerbremische Erziehungsanstalten und Jugendkonzentrationslager?“ (Zitat aus dem Buch „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“. Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933 – 1945 von Gerda Engelbracht).
Die Ausstellung dokumentiert das Erleben der Jugendlichen unter anderem im Ellener Hof, im Marthasheim aber auch in außerbremischen Einrichtungen, wie der Betheler Zweiganstalt Freistatt oder der Diakonissenanstalt Kaiserswerth.
Die Biografien jugendlicher Mädchen und Jungen machen die dramatischen, zum Teil tödlichen Folgen der Aussonderung aus der „Volksgemeinschaft“ greifbar: die Durchführung von Zwangssterilisationen, die Deportation in Jugendkonzentrationslager und Einrichtungen der „Euthanasie“- Aktionen. Dokumente, Bilder und Hörstationen ergänzen die Präsentation.

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