Ausstellung „Versöhnung im Alleingang“

Vom 06.11. bis 30.11.2019 wird im Foyer der Paulus-Gemeinde, Habenhauser Dorfstr. 27 – 31, 28279 Bremen, die Ausstellung „Versöhnung im Alleingang“ präsentiert.

Die Ausstellung, zuletzt mit großer Resonanz in der Bremer Bürgerschaft gezeigt (2014), thematisiert eines der schlimmsten Verbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Im November 1945 wurde ein Bauernhof im Bremer Blockland überfallen, zwölf Menschen starben, darunter fünf Kinder. Nach ebenso schnellen wie schlampig durchgeführten Ermittlungen und einem überaus kurzen Prozess verurteilte die US-amerikanische Besatzungsmacht neun mutmaßliche Täter zu drakonischen Strafen, vier zum Tode. Das einzige überlebende Opfer des Massakers, Wilhelm Hamelmann, setzte sich für die Verurteilten ein. Ehemalige Zwangsarbeiter, die in der NS-Zeit aus ihrer polnischen Heimat entführt worden waren. Hamelmann war Christ und zu Ende des Krieges an der illegalen Unterstützung von Zwangsarbeitern beteiligt. Er wusste um das Unrecht, das ihnen angetan worden war.

Die Ausstellung wird am 06.11.2019 um 18 Uhr eröffnet.
Um 19 Uhr liest Helmut Dachale an gleicher Stelle aus einem kürzlich erschienenen Buch, das sich ausführlich mit den Hintergründen und der Vorgeschichte der „Blocklandmorde“ beschäftigt (H. Dachale / C. Momsen: „Als Opfer zu Tätern wurde – Eine Tragödie aus deutscher Nachkriegszeit“, Edition Falkenberg).

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