Tag des offenen Denkmals: Ausgrabung Friedhof sowjetischer Kriegsgefangener

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Das Gelände zwischen der Straße An der Reitbrake und der Hafeneisenbahn in Oslebshausen scheint wie ein ödes Gewerbegebiet. Doch der Schein trügt. Dort waren in der NS-Zeit mehrere große Zwangsarbeitslager u. a. für sowjetische Kriegsgefangene. Etliche von ihnen starben an Hunger und Krankheiten oder wurden bei Fluchtversuchen ermordet. Der zu den Lagern gehörende Friedhof wird seit August 2021 archäologisch untersucht. Die ersten Ergebnisse dieser Ausgrabung werden den Besuchern und Besucherinnen in Form von Führungen zur Grabung und mit einer kleinen Poster-Ausstellung präsentiert.
Führungen:  am Sonntag, Tag des Offenen Denkmals, d. 12. September um 14.00 h, 15.00 h und 16.00 h,
Treffpunkt: an der Gedenkstätte mit dem orthodoxen Kreuz an der Reitbrake
Parkplätze vorhanden, ÖPNV: Busse der Linien 90 und 93 bis Haltestelle Von-Ossietzky-Straße und Fußweg durch die Riedemannstraße zum Treffpunkt
Die Führungen gehen teils über unebenes Gelände (Schlaglöcher), sie sind aber ansonsten barrierefrei.

Ein Hinweis zu “Tag des offenen Denkmals: Ausgrabung Friedhof sowjetischer Kriegsgefangener”

  1. https://www.bremerfriedensforum.de/1402/aktuelles/Gemeinsame-Pressemitteilung-der-Buergerinitiative-Oslebshausen-und-umzu-und-des-Bremer-Friedensforums/

    Die Bürgerinitiative Oslebshausen und umzu sowie das Bremer Friedensforum unterstützen die historische Aufklärung um den sogenannten „Russenfriedhof“ und leisten einen Beitrag zur Aufarbeitung der Verbrechen des damaligen Bremer Senats.

    – 460 NS-Opfer sind namentlich identifiziert – sie starben größtenteils in einem Alter von unter 30 Jahren
    – Bremer NS-Bausenator Fischer für den Tod von mehr als 200 nun namentlich bekannten sowjetischen Kriegsgefangenen unmittelbar verantwortlich
    – Mindestens weitere 800 Namen werden in den Archiven vermutet – hierbei
    mindestens 315 Opfer der Fleckfieberepidemie 1941/42
    – Weitere Informationen werden in den Archiven der Bausenatorin, des Finanzsenators sowie des Staatsarchivs und des Bundesarchivs vermutet
    – Aufarbeitung der NS-Geschichte der Bremer Behörden gefordert (Einsetzung einer
    Historikerkommission)

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