Vortrag: „Nach den Rechten sehen“

Andreas Speit stellt sein neues Buch „Völkische Landnahme“ vor und spricht mit uns über die strategische Ansiedlung junger Rechtsextremer im ländlichen Raum

Seit Jahren siedeln sich junge Rechtsextreme bewusst in ländlichen Regionen an, um dort generationsübergreifend „nationale Graswurzelarbeit“ zu betreiben. Dieser unauffällige Aktionismus, der auch im niedersächsischen Bremer Umland zu beobachten ist, ist gegen die moderne und liberale Gesellschaft der Großstädte gerichtet, es herrschen alte Geschlechterbilder und autoritäre Erziehungsmuster vor. Die Aussteiger von rechts betreiben ökologische Landwirtschaft, pflegen altes Handwerk und nationales Brauchtum, organisieren Landkaufgruppen und eigene Wirtschaftsnetzwerke, die bundesweit agieren. Sie bringen sich in örtlichen Vereinen ein und gehen in die lokale Politik, um Umweltschutz mit „Volksschutz“ zu verbinden und eine angebliche „Überfremdung“ zu verhindern.

Ort: noon, Theater Bremen, Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen
Eintritt: frei, Anmeldung nicht erforderlich
Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung Bremen

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