Wie erzählt man eine Geschichte, die eigentlich jede Vorstellung sprengt? Kann man so etwas wie den Holocaust in einer Graphic Novel zeichnen? Die Ausstellung „Das Unvorstellbare zeigen – Comics gegen das Vergessen“ wagt genau das.
Zehn zeitgenössische Comiczeichner:innen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden haben sich künstlerisch mit der national sozialistischen Verfolgung und Gewalt auseinander gesetzt. Fast 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nähern sich ihre Bildgeschichten über die Verfolgung in der NS-Zeit einer Vergangenheit, die kaum vorstellbar ist, und machen sie dennoch erfahrbar – dank dem Medium Comic, das hier nicht unterhält, sondern verdichtet und erinnert. Entstanden ist ein länderübergreifendes Projekt mit der niederländischen Gedenkstätte Kamp Westerbork, der Gedenkstätte Neuengamme bei Hamburg, der Kazerne Dossin in Belgien und des NIOD (Instituut voor Oorlogs, Holocaust en Genocidestudies) in Amsterdam.
Die Ausstellung wird vom Historiker Bas Kortholt (Gedenk stätte Westerbork) koordiniert. Sie zeigt die entstandenen Comicgeschichten ebenso wie deren Entstehungsprozesse. Multimediale Elemente, Originalexponate aus der NSZeit sowie Einblicke in die Arbeits weisen der Künstler:innen laden dazu ein, sich vertiefend mit den dargestellten Themen auseinanderzusetzen.
PROGRAMM DER AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Begrüßung durch Antje Grotheer, Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, sowie durch Dr. Thomas Köcher, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Bremen
Einführung in die Ausstellung durch Dr. Alexandra Köhring, Gedenkstätte Neuengamme
Anschließend Gettogether mit Gelegenheit zum Austausch in kleiner Runde
Dienstag, 10. Februar um 18 Uhr
Einlass ab 17:30 Uhr
Haus der Bürgerschaft, Festsaal
Am Markt 20, 28195 Bremen
Anmeldung unter anmeldung@buergerschaft.bremen.de
bis spätestens 6. Februar bzw. solange die Plätze reichen.
Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet, zu dem Sie jeweils gesonderte Einladungen erhalten:
— 17. Februar 2026: „Das öffentlich Verbannte zeigen: Karl Gorath, ein exemplarisches Schicksal der nationalsozialistischen HomosexuellenBewegung“
Vortrag mit dem Soziologen Jörg Hutter und dem
Illustrator Marcel Fernandez Bücker
— 3. März 2026: „Valentin“ – Multimediavortrag mit dem Künstler Jens Genehr
— Die Ausstellung „Das Unvorstellbare zeigen“ können Sie vom 11. Februar bis zum 10. April 2026 montags von 10 bis 20 Uhr und
dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr besuchen.
Ausnahmen bei den Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte unserer Webseite: www.bremischebuergerschaft.de/offen-