Reichskolonialtagung in Bremen

Ab 27. Mai 1938 tagten in Bremen die Mitglieder des Reichskolonialbundes in Bremen. Und am 29. Mai marschierten sie bei brühender Sonne in Reih und Glied in ihren Khaki-Uniformen auf dem Domshof. NS-Senator Otto Bernard begrüßte die Teilnehmer persönlich. Es war sicherlich kein Zufall, dass Bremen Austragungsort der RKB-Tagung war. Schließlich hatte der Bremer Kaufmann […]

Der ehrenwerte Herr L. – ein SS-Offizier unter Verdacht

Hermann Heinrich Wilhelm Lumm wurde am 2. März 1912 in Bremen geboren. Er besuchte in Bremen das Realgymnasium, das jetzige Gymnasium an der Hermann – Böse-Str. Im Mai 1938 erhielt er vom SS-Sippenamt die Erlaubnis, Selma Laue zu heiraten. Aus der Ehe gingen sechs Töchter und ein Sohn hervor. Lumm gehörte bereits als junger Mann […]

Die Thyssens – eine Pastorenfamilie im Nationalsozialismus

Begeisterung, Widerstand oder auch allmählich wachsende Erkenntnis – der Nationalsozialis­mus löste in Vereinen, Nachbarschaften, Freundeskreisen und Verwandtschaften völlig unterschiedliche Reaktionen und Diskussionen aus. Ein Beispiel für eine solche kleine Welt einer Familie ist die Bremer Pastoren-Familie Thyssen. Paul Thyssen (1865-1935), von 1904 bis 1931 Pfarrer in St. Stephani, war ein überzeugter Nationalsozialist. Seine fünf Söhne […]

Hemelinger Pastor Röbbelen in Schutzhaft genommen

Sie haben protestiert, die Flagge nicht aus dem Fenster gehängt, Kontakt zu Juden gehalten, ihre Kinder nicht zum „Dienst“ geschickt, haben die Mitgliedschaft im Lehrer- und Ärztebund oder in der Frauenschaft verweigert – schon die kleinste solcher Widerständig­keiten oder ein Witz  über den „Führer“ konnte Gefängnis und den Verlust der Existenz nach sich ziehen. In […]

Die BREMER NACHRICHTEN gleichgeschaltet

Anfang 2018 feierte die Zeitung BREMER NACHRICHTEN ihre 275 Jahre alte Tradition als eine der ältesten, heute noch erscheinenden Zeitungen in Deutschland. Ein Grund zum Feiern, der u.a. mit einer 32-seitigen Sonderausgabe begangen wurde. Die Herausgeber der heutigen BREMER NACHRICHTEN / WESER KURIER sparen in dieser Sonderausgabe das dunkle Kapitel ihrer Geschichte nicht aus: Die […]

Auffang von Flüchtlingen, Vertriebenen und Kriegsgefangenen nach dem Krieg

Im Wartesaal des Lloydgebäudes am Bahnhofsplatz wurde am 3.7.1945 eine provisorische Auffang- und Betreuungsstelle für Flüchtlinge eingerichtet. Die Zahl der Flüchtlinge machte es jedoch bereits recht schnell erforderlich außerdem noch die Lloyd-Gepäckhalle an der Gustav-Deetjen-Allee hinzu zu nehmen. Dort blieb sie bis 1953. Zusätzlich wurden Unterkünfte in ehem. Barackenlagern am Halmerweg, im ehem. KZ-Lager Riespott […]

Bruno Nette, Judenreferent der Gestapo

Bruno Nette wird am 22. Dezember 1887 in Eisleben geboren. Mit seiner ersten Frau Theda, mit der er drei Söhne hat, wohnt er längere Zeit in der Ruhrstraße 13, im Arbeiterviertel „Klein Mexiko“ in Bremen-Hastedt. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg tritt Nette der Bremer Schutzpolizei bei. Er nimmt am 1. Weltkrieg teil, wird vor allem […]

Bernhard Huys von Bremer Gestapo verhaftet

Bernhard Huys war Landschaftsmaler und Bilderrahmenmacher in Worpswede. Huys gehört der auf Heinrich Vogeler und Paula Modersohn folgenden Künstlergeneration an. Im August 1943 wurde er durch eine Nachbarin wegen Abhörens von englischen Sendern denunziert. Am 25. August 1943 erfolgte ein Verhör und die anschließende Festnahme durch die Gestapo in Bremen, er wurde zur „Schutzhaft“ ins […]

Geheime Staatspolizei (Gestapo) Bremen

Die Geheime Staatspolizei, kurz Gestapo genannt, war ein kriminalpolizeilicher Behördenapparat und die Politische Polizei während der Zeit des Naziregimes von 1933 bis 1945. In Bremen ging die Gestapo aus der bereits vor 1933 gebildeten Zentralpolizeistelle der Polizeidirektion hervor. Durch die Verfügung des Innensenators Laue wurde dieser Polizeiverband am 16. Juli 1933 in die Gestapo verwandelt. […]

Büro der Jüdischen Gemeinde und Bremer Büro der „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“

In der Parkstraße 1 befand sich ein sog. „Judenhaus“, in dem die Nazis acht jüdische Familien untergebracht hatten, die zuvor aus ihren eigenen Häusern vertrieben wurden. In dieses Haus wurde auch das Büro der Jüdischen Gemeinde verlegt. Ursprünglich befand sich dies im Rosenakhaus neben der 1938 zerstörten Synagoge in der Kohlhökerstraße. Zugleich befand sich im […]