Am Montag, d. 16. März, 19.00 Uhr, findet im Saal Heinrichstraße 11, Bremen einen Dialog von Irmgard Laaf mit zwei weiteren Sprechern über Inhalte der Nürnberger Prozess-Tagebücher von Boris Polewoi und Gustave M. Gilbert statt. Hierbei kommen Aspekte zur Sprache, die auch heute noch oder wieder von Bedeutung sind.
Polewoi berichtete als sowjetischer Journalist, Gilbert als amerikanischer Psychologe, der jederzeit Zugang zu den Angeklagten hatte. Zunächst geht es um Beispiele skrupelloser, menschenverachtender Strategie und Praxis von NS-Führern, dann u. a. um die Verflechtung von NS- und US-Wirtschaft, sowie den deutschen Militarismus und die Rolle der deutschen Justiz vor 1933 bis nach 1945. Dabei werden zur genaueren Betrachtung auch weitere Quellen herangezogen. Dies alles unter der Frage: Wie konnte der Nationalsozialismus gerade in Deutschland, einem alten Kulturland, zur Macht kommen? Der Prozess, der vor rund 80 Jahren begann, ist nicht nur Geschichte! Erinnerung ist notwendig! Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Kanzler Merz am 23. Februar 2026 in einem Forum der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin die russische Bevölkerung zu Barbaren erklärte.
Der Gemeindesaal in der Heinrichstraße ist barrierefrei zu erreichen.
Veranstalter: Deutsch_Russische Friedenstage Bremen e. V.