In Gespräch: „Bremer und Danziger im „kolonialen Osteinsatz“ 1939–1945“

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Mit seinem Buch Hanseaten im „Osteinsatz“ schließt Dr. Felix Matheis eine Forschungslücke zur Rolle der Bremer Wirtschaft im Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stehen die Expansionsstrategien hanseatischer Kaufleute im besetzten Polen in den Jahren 1939–1945. Unternehmer aus Hamburg und Bremen, aber auch aus Danzig, waren an der brutalen Ausbeutung der polnischen Landwirtschaft beteiligt und wirkten maßgeblich an der Enteignung – insbesondere der jüdischen Bevölkerung – mit. Viele Bremer Kaufleute waren bis 1939 im Kolonialhandel tätig gewesen und rechtfertigten ihr Vorgehen in Polen mit kolonialen, antisemitischen und nicht zuletzt antislawischen Deutungsmustern.

Am Dienstag, 12. Mai 2026, 18:00 Uhr, führt der Moderator Henning Bleyl ein Gespräch mit dem Buchautor, Dr. Felix Matheis, über seine Forschungen. Der Eintritt ist frei.

Ort: Focke-Museum, Bauernhaus Mittelsbüren

Lageplan sowie Hinweise zur Barrierefreiheit finden Sie hier: https://www.focke-museum.de/besuch/barrierefreiheit/

Die Veranstaltung des Focke Museums findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen statt und ist Teil der Reihe „Fokus Polen!“.

Einen Überblick über das Gesamtprogramm finden Sie online unter: https://www.focke-museum.de/was-ist-los/fokus-polen/

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