Bunker als Krankenhaus

18. August 1944
Hans Böckler Str. 58a, Bremen
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1880 wurde an der Nordstr. 107 in Walle der Neubau des Diakonissenkrankenhauses fertig gestellt. Ende der 20-Jahre wurde es ergänzt um einen Mittelbau und einer Kinderklinik. Am 18. Mai 1940 wurde das Krankenhaus durch einen alliierten Bombenangriff schwer beschädigt. Aus dem Grund wurde in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus ein großer Hochbunker gebaut, um die Patient/innen und das Personal bei alliierten Bombenangriffen zu schützen. Dies geschah im Rahmen des sog. „Führerbauprogramms“, für das hauptsächlich ausländische Zwangsarbeiter eingesetzt wurden.
Der Bunker an der Hans-Böckler-Str. erhielt die Nummer F 97 und war im Volksmund auch als Diakonissenbunker bekannt. In Bremen gab es damals weitere 6 Bunker, die als solche eingerichtet waren. Häufig wurden sie von Baubrigaden gebaut, zu denen auch Zwangsarbeiter gehörten.
Beim großen Bombenangriff August 1944 wird das Krankenhaus, wie das ganze anliegende Wohnviertel, komplett zerstört. Nur der Bunker steht noch! Der Betrieb des Krankenhauses muss jedoch in einen anderen Bunker an der Uhlandstraße und in das Lloydheim, ein ehem. Auswandererheim in Findorff verlegt werden.

1961 wurde das Diakonissen Krankenhaus neu eröffnet in Gröpelingen.

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