Die Kapitulation Bremens am 27. April 1945

Das Bild zeigt den Gauleiter Wegener
Gauleiter-Wegener
27. April 1945
Parkallee, Bremen

Britische Panzerverbände stoßen im April 1945 vom Süden auf das Stadtgebiet vor. Mit Flugblättern fordern sie Bremen am 20. April zur Kapitulation auf, aber für Gauleiter Wegener kommt das nicht in Frage – um sich anschließend nach Schleswig Holstein abzusetzen.
Bürgermeister Duckwitz befürwortet hingegen eine Kapitulation und wird daraufhin des Amtes enthoben.
Am 26. April 1945, um ca. 10.00 Uhr morgens, erreichen die ersten britischen Soldaten den Marktplatz.
Letzte Kämpfe finden noch in der Nacht vom 26. zum 27. April um die Bunker an der Parkallee mit den dort verschanzten Deutschen statt. Darunter viele Angehörige der Hitler Jugend.
Der Bremer Kampfkommandant Generalleutnant Fritz Becker hält im Bunker an der Parkallee die Stellung. Allein in diesen letzten Tagen verlieren bei den Kriegshandlungen nochmal 540 Zivilisten und 220 Soldaten in Bremen ihr Leben.
Am Morgen des 27. April 1945 kapitulieren die verbliebenen deutschen Soldaten unter dem Befehl von Becker vor den britischen Streitkräften.

Der Bunker in Form eines Klinkerbaus befindet sich direkt beim Kinderspielplatz an der Parkallee, neben dem Aussichtsturm auf der Anhöhe.

Weiterführende Literatur: „Kriegsende in Bremen“ von Hartmut Müller und Günther Rohdenburg und „Bremen kaputt, Bilder vom Krieg 1939 bis 1945“ von Christoph U. Schminck-Gustavus. Beide Bücher sind erschienen im Verlag Edition Temmen, Bremen.

Dieses Video wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Landesfilmarchiv, Bremen.

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Diese Seite wurde zuletzt am 29. April 2020 geändert

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