Kurt Elvers – hingerichtet nach feiger Denunziation an der Hochschule

Dieses Foto zeigt den Standort der NHK, Am Wandrahm in Bremen
Dieses Foto zeigt den Hauptdenunzianten, Gerhard Barnstorf
1. August 1944
Am Wandrahm, Bremen
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Kurt Elvers kam am 24. September 1919 in Hamburg zur Welt. Am 29. August 1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Er war 1941 in der Normandie stationiert, kam nach Polen und nahm an dem Überfall auf die Sowjetunion teil. Dort ereilte ihn eine Verwundung am Oberarm. So kam er im Januar 1942 nach Bremen. Nach seiner Genesung wurde er durch seine Kompanie zur „Nordischen Hochschule für bildende Künste“ (NKH) in Bremen vermittelt. Hier begann er im Mai 1944 ein Kunststudium.

Als er im Sommer 1944 in der Hochschule vom Attentat auf Hitler erfuhr, soll er gegenüber einigen Mitstudenten Folgendes geäußert haben: „Schade, dass es nicht geklappt hat, sonst hätten wir jetzt Frieden“. Für diese Aussage wird er von dem Kommilitonen Gerhard Barnstorf denunziert. In der Hauptverhandlung vom 30. Oktober 1944 wurde Kurt Elvers in Verden von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am 20. Februar 1945 in Hamburg-Höltigbaum erschossen.

Quelle: Arbeiterbewegung und Sozialgeschichte; Zeitschrift für Regionalgeschichte Bremens im 19. und 20. Jahrhundert; Nr. 23/24;
Titel des Kapitels: „Die Nordische Hochschule für bildende Kunst soll …“ von Hans Hesse.
Hans Hesse hat außerdem 2011 gemeinsam mit der Hochschule für Künste Bremen das Buch „Bis zur Narbe“ herausgegeben, dass sich erzählerisch mit der Geschichte von Kurt Elvers auseinandersetzt (ISBN 978-3-00-033578-5).

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