Nazis lösen „Haus Reddersen“ auf und schicken die Bewohner und Bewohnerinnen in den Tod

Dieses Bild zeigt eine Gruppe von Sportlern vor dem Haus Reddersen
Sportunterricht vor dem Haus Reddersen
31. August 1939
Luisental 5, Bremen

Im Luisental 5 in Bremen-Horn existierte bis 1939 das „Haus Reddersen“, eine Pflege- und Erziehungsanstalt für Kinder und Jugendliche mit körperlicher und oder geistiger Behinderung. Gegründet wurde die Einrichtung, die sich damals „Bremische Idiotenanstalt“ nannte, am 04.09.1898 vom Pädagogen Heinrich Otto Reddersen (1827-1908). Nach dem Tod von H. O. Reddersen wurde sie in „Haus Reddersen“ umbenannt. Im Haus lebten und arbeiteten bis zu 120 Kinder und Jugendliche, später auch Erwachsene.
Am 31.8.1939 lösten die Nazis das Heim auf und verlegten die Einwohner/innen in andere Anstalten. Nur wenige von ihnen überlebten das Ende des Zweiten Weltkriegs.
Dort wo früher das „Haus Reddersen“ stand, liegen seit einigen Jahren sieben „Stolpersteine“. Sie erinnern, auch stellvertretend für die anderen Opfer, an Georg Harbers, Ernst Busch, Anneliese Etzold, Heinrich Behrens, Rudolf Grimminger, Berta Nordsiek und Ursula Oetjen. Am 23.11.2013 weihte der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen an der Stelle, an der sich einst das „Haus Reddersen“ befand, eine Informations- und Gedenktafel ein.

Weitere Informationen: Gerda Engelbracht  „Das Haus Reddersen. Zur Geschichte der ersten bremischen Pflege- und Erziehungsanstalt für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche.“, Bremen 1995.

Veröffentlicht am und aktualisiert am 31. Januar 2014

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