Spuckstein mit Hakenkreuz

Das Bild zeigt den Spuckstein
Spuckstein
1. Januar 1935
Hinter dem Dom, Bremen

Wo einmal in Bremen an der Nordseite des Doms, etwa 18 Meter vor dem Brauttor, ein Schafott stand, befindet sich ein großer, mit einem Kreuz versehener Pflasterstein – der Spuckstein. Er erinnert an die Hinrichtung der Serienmörderin Gesche Gottfried im Jahre 1931. Dieser etwa 20 mal 25 Zentimeter große Stein wird als Spuckstein bezeichnet. Wie Generationen vor ihnen spucken die Menschen auch heute noch auf diesen Stein, um damit ihre Abscheu Ausdruck zu verleihen.

1931 veränderten antifaschistischer Steinmetze aus Kreisen des sozialdemokratischen Reichsbanners, mutmaßlich Georg Arfmann und dessen Bruder Hermann, den Stein, indem sie aus dem Kreuz ein Hakenkreuz machten. Somit konnte die Bremer Bevölkerung mit ihrer Spucke ihre Verachtung für die aufstrebende NSDAP zeigen. Der Stein wurde daraufhin auf Erlass des Senats  im Focke-Museum untergebracht, aber 1935 wieder mit einem Kreuz versehen und an die ursprüngliche Stelle am Dom eingesetzt.

Veröffentlicht am

Diese Seite wurde zuletzt am 31. Dezember 2020 geändert

Kommentieren Sie den Beitrag

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Zeitauswahl
  • 1933
  • 35
  • 37
  • 39
  • 41
  • 43
  • 1945
Themen
  • Arbeitslager
  • Ereignis
  • Jugend
  • Nazi-Organisation
  • Person
  • Verfolgung
  • Widerstand
  • Alle Kategorien aktivieren
Stadtteil