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Deportation

Arbergen, Uphusen, Hemelingen nach der Reichstagswahl 1933

Die KPD-Mitglieder Heinrich Mindermann und Karl Mollen werden in Hemelingen verhaftet, die KPD wie auch die SPD verboten. Die Sozialdemokraten Carl Moses, Karl Helfenberger und Wilhelm Strauß wurden verhaftet, Bürgermeister Heinrich Ellmers in den Ruhestand geschickt. Zum neuen Bürgermeister hatte sich unter Androhung von Gewalt Hermann Passe ernennen lassen – er war seit 1930 Mitglied der NSDAP […]

Widerstandskämpfer Richard Förster erhält keine Wiedergutmachung

Der Drechsler Richard Förster, geboren  20.02.1887 in Altschau/Oder, kam 1913 nach Bremen, um als Modelltischler auf der A.G. Weser zu arbeiten. 1914 hat er die gebürtige Bremerin Sophie Bormann geheiratet. Das Ehepaar besaß ein Dreifamilienhaus in der Liegnitzstraße 39, blieb aber kinderlos. Richard Förster war zunächst SPD-Mitglied, trat dann aber 1919 in die KPD ein. […]

Charlotte Levy-Abraham, allein mit Kindertransport nach England

Charlotte Levy-Abraham wurde 1926 in Bremen geboren. Ihr Vater war Inhaber eines Geschäftes „Kurzwaren en gros“. Der Boykott jüdischer Geschäfte, der seinen Anfang am 1. April 1933 nahm, trug zur Schließung des Geschäftes bei. Später arbeitete Maximilian Abraham als Bibliothekar für die Winterhilfe der jüdischen Gemeinde, die Mutter Sophie Else half im Jüdischen Altersheim aus. […]

Sammelstelle für jüdische Bürger/innen zum Abtransport nach Minsk

Neben dem Zentaurenbrunnen (errichtet 1958) in den vorderen Neustadtswallanlagen befindet sich ein Gedenkstein, der daran erinnert, dass sich an diesem Ort im Herbst 1941 eine Sammelstelle für jüdische Männer, Frauen und Kinder, meist Bewohner/innen der Neustadt befunden hat. Von hier aus wurden sie nach Minsk in Weißrussland in Arbeits- und Vernichtungslager deportiert. Etwa 570 Menschen […]

Das Haus Reddersen

Die am 4. September 1898 im Luisental eröffnete „Bremische Idiotenanstalt“ war die erste Pflege- und Erziehungsstätte für körperlich und geistig behinderte Kinder und Jugendliche in Bremen. 1908 wurde die Einrichtung nach ihrem Gründer in „Haus Reddersen“ umbenannt. Während der NS Gewaltherrschaft stand sie vor ihrer Auflösung; 1934 wurde das Haus in das Programm der Zwangssterilisierung […]

Ein „Judenhaus“, Kohlhökerstraße 6

Das Haus, urkundlich erstmals 1875 erwähnt und bewohnt von Senator (ab 1890 Bürgermeister) Dr. Alfred Pauli (1827-1915), wurde 1934 von Alfred Grünberg, einem Kaufmann, und seiner Frau Amalie, geborene Goldberger, erworben. Nach deren Auswanderung in die USA wurde das Haus 1938 per Notariatsvertrag an die Israelitische Gemeinde übereignet. Es diente nach der Zerstörung der Synagoge in […]

Von Bremen ins ferne Shanghai und wieder zurück

In den Jahren der NS Diktatur hofften viele jüdische Familien, auswandern zu dürfen. Als eines der wenigen Ziele in der Welt und noch mögliche letzte Zufluchtstätte, bot sich ca. 17 000 Juden aus dem Deutschen Reich und Österreich die chinesische Stadt Shanghai an. Unter ihnen befanden sich ebenfalls jüdische Mitbürger aus Bremen. Die Reise musste […]

László Schächter

László Schächter wurde am 3. Mai 1909 in Ungarn als zweites von sieben Kindern in einem Städtchen nahe dem Theiß geboren. Nach einer Schlosserlehre und später einer kaufmännischer Ausbildung verkaufte er Kurzwaren als Handlungsreisender. 1942 heiratete er, sein Sohn, István Schächter wurde Anfang Januar 1944 in Budapest geboren. (Den Namen Kárpáti bekam der Sohn in […]

Hermann Littmann

Hermann Littmann wurde am 31.12.1874 in Kalusz/Galizien geboren. Der gut situierte Geschäftsmann polnischer Nationalität und jüdischer Religion kam 1920 mit seinem Sohn Kiwa nach Bremen, kaufte in der Dennewitzstraße 24 (heute Johann-Kühn-Straße 24) ein Haus mit drei Wohnungen und eröffnete ein Kolonialwarengeschäft. Die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung lehnte die Polizeidirektion Bremen im März 1921 zunächst ab. […]

Deportation ins Ghetto Minsk

Am 18. November 1941 mussten 440 Bremer Juden vor der Schule Am Barkhof antreten. Gemeinsam mit Gefangenen aus dem Regierungsbezirk Stade marschierten sie anschließend zum Lloydbahnhof (besonderes Empfangsgebäude für den Auswandererverkehr nach Bremerhaven östlich der Bahnhofshalle, von diesem Lloydbahnhof führte der vierte Tunnel zu den Bahnsteigen). Von dort wurden sie mit Zügen ins Ghetto Minsk […]