Information zur aktuellen Ansicht

Auf dieser Seite sehen Sie alle Beiträge die mit dem Schlagwort »Senat« verknüpft wurden.

Senat

Verfolgung der Sinti und Roma

Im August 1933 trat ein Gesetz für Bremen in Kraft, das laut damaligem Polizeisenator Theodor Laue dazu führte, „Zigeuner und Landfahrer, die für die bremische Bevölkerung oft eine starke Belästigung bedeuteten und Anlass zu vielfachen Klagen gaben, aus dem bremerischen Stadtgebiet durchweg zu entfernen oder fernzuhalten.“ Ihnen wurde durch das Gesetz die Niederlassung praktisch unmöglich gemacht. […]

Kaisen sprach „Friede auf Erden…“

Auf dem Bremer Marktplatz fand die erste öffentliche Weihnachtsfeier statt. Nach dem Bürgermeister sprach der amerikanische Militärkommandeur. Brennhexen als mobile Öfen, Kohlenklau, Lebensmittel-Sonderrationen halfen den Menschen, ihre Not zu überwinden.

2/3 der Kinder waren unterernährt

Der erste Nachkriegswinter war ein Hungerwinter, daher gab es eine Extraration Nahrungsmittel zur Weihnachtsfeier. Hermann Wolters, Senator für Ernährung und Arbeitseinsatz beschreibt in der Zeitung den bedrohlichen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion. Der Schwarzmarkt am Bahnhof blühte, öffentliches Grün wurde zum Gemüseanbau genutzt: Selbst im Vorgarten von Radio Bremen in der Schwachhauser Heerstaße wurden Kartoffeln statt […]

„Kurzer Prozess“ gegen 2 Posthelferinnen

Sie wurden vor dem Bremer Sondergericht wegen Geld- und Zigarettendiebstahls aus Feldpostpäckchen angeklagt. Vor mehreren hundert dazu abkommandierten PostlerInnen wurden sie in einem Schauprozess vor großer Kulisse im alten Postamt an der Domsheide als Volksschädlinge zum Tode verurteilt. Erst nachdem man sie 3 Mal auf einen Hinrichtungstermin warten ließ, wurden sie begnadigt. Der Staatsanwalt dieses […]

Nur Zigarren waren gesellschaftsfähig

Bremen als Importhafen eröffnete mit der ersten Tabakeinschreibung seit 25 Jahren wieder die Tabakauktion. 400 Tabakhändler nahmen in der Bremer Börse daran teil. Der nationalsozialistische Bremer Wirtschaftsenator Bernhard erklärte Bremen zur Tabakhauptstadt des Reiches.

Widerstandsnester in Parzellengebieten

In Bremens Kleingartengebieten fanden viele vom Nazi-Regime Verfolgte Unterschlupf. Dagegen richtete sich eine Anordnung vom Senator für Inneres und Justiz, Theodor Laue, zur Zerstörung solcher Widerstandsnester. Trotz andauernden Bespitzelungsversuchen konnten dort noch lange Zeit viele Antifaschisten ihren Widerstand organisieren.

Protestdemonstration gegen die Ermordung von Johann Lücke

Anläßlich des am 1. März 1933 von SS-Leuten ermordeten (sozialdemokratischen) Reichsbannermannes Johann Lücke, fand  am 4. März, also einen Tag vor der Reichstagswahl, eine riesige Demonstration mit 30.000 Teilnehmern statt. An dieser Demonstration, die von der Humboldtstraße bis zum Spielplatz der Grundschule an der Nordstraße führte, nahmen auch Kommunisten teil, obwohl viele Funktionäre bereits aufgrund der […]